GERALD BALSER, AUTOR


Gerald Balser (geb. am 25. April 1944 in Gießen) ist Diplom-Ökonom, Oberstudiendirektor i. R., Schulbuchautor, Namensgeber der VW-Modelle Scirocco, Golf und Polo und Inhaber der Website Automobilmarkt Deutschland (www.automobilmarktdeutschland.de).

 

Balser legte sein Abitur 1965 an der Wirtschaftsoberschule, der späteren Friedrich-Feld-Schule bzw. nach einer erneuten Umbenennung Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten in Gießen ab. Nach seinem achtzehnmonatigen Pflichtdienst bei der Bundeswehr (Grundausbildung in Schwarzenborn/Knüll, Waffenausbildung, Offizierslehrgang und anschließende Ausbildertätigkeit im Panzerbataillon 144 in Koblenz) studierte Balser von 1966 bis 1971 an der Justus-von-Liebig-Universität in Gießen Wirtschaftswissenschaften. Danach absolvierte er eine zehnmonatige Volontärausbildung bei der Volkswagenwerk AG in Wolfsburg und arbeitete danach bis Januar 1975 in der Abteilung Zentrale Marketingplanung des Zentralbereichs Marketing. Dieser Bereich war direkt unterhalb des Vorstands Vertrieb mit dem Leiter Dr. Carl H. Hahn (zwischen 1982 und 1993 Vorstandsvorsitzender von VW) angesiedelt. Zu den regelmäßigen Aufgaben, wie z. B. die Entwicklung der Marketing-Strategie für die Konzernmarken und für bestehende bzw. noch einzuführende neue Produkte, Leistungen und Produktsonderserien, Konzipierung von Zielvorgaben für Maßnahmen im Rahmen der jährlichen Vertriebspläne bzw. Maßnahmen-Ziele für die jährlichen Vertriebspläne und der Koordination und Abstimmung mit den Fachabteilungen der VW AG und ihrer Tochtergesellschaften gehörte insbesondere die Namensgebung neuer VW-Produkte. Herr Balser ist der Namensgeber der VW-Modelle Scirocco, Golf und Polo. Seine Erinnerungen an die Zeit bei Volkswagen in Wolfsburg mit der Entstehungsgeschichte der Namen dieser drei Fahrzeuge sind im Jahr 2015 in das Unternehmensarchiv der Volkswagen AG aufgenommen worden.

 

Nach der Anerkennung seines Diploms als 1. Staatsexamen wechselte Balser mit einem Aufhebungsvertrag von VW in den Hessischen Berufsschuldienst. An der Max-Eyth-Schule Alsfeld bzw. der Friedrich-Feld-Schule Gießen absolvierte er das achtzehnmonatige Referendariat. Nach dem 2. Staatsexamen am 10.06.76 begann Balser seinen Berufsschuldienst zunächst für ein halbes Jahr an der Adolf-Reichwein-Schule Limburg und wurde danach erneut an die Friedrich-Feld-Schule Gießen versetzt. Bereits 1981 entwickelte Balser ein pädagogisches Konzept für einen handlungsorientierten, auf die Schüler konzentrierten Unterricht. Die theoretischen Ideen hat er durch den Aufbau eines sog. Lernbüros (Bürobedarfsgroßhandlung Friedrich Feld & Co.) in die Praxis umgesetzt. Dadurch wurde Balser zu einem der Vorreiter dieses berufspädagogischen Ansatzes in Hessen und der Bundesrepublik insgesamt. Der Winklers Verlag Darmstadt hat die Ausarbeitungen von Balser als Arbeitshefte im Jahr 1986 herausgegeben und in mehreren Ausgaben bundesweit unter dem Titel „Das Lernbüro - Lernen durch Anwenden“ angeboten. Ein halbes Jahr Tätigkeit als Hilfsdezernent in der Schulabteilung des Regierungspräsidiums in Gießen (15.08.88 bis 31.03.89) nutzte Balser für die Vorbereitung der Bewerbung als Stellvertretender Schulleiter der Friedrich-Feld-Schule Gießen. Ein halbes Jahr später wurde Balser das Amt übertragen und am 30.03.90 zum Studiendirektor befördert. Jahre vor den Bestrebungen des Hessischen Kultusministeriums begann Balser mit der Digitalisierung seiner Schule. Als einer der ersten an Hessischen Schulen führte Balser zum Schuljahr 1994/95 die Erstellung des alljährlichen Stundenplans und später auch die Verwaltung der Schule mit Hilfe von Computerprogrammen („DAVINCI“ bzw. "MAGELLAN" der Firma Stüber Systems Berlin) und eines eigenen Schulnetzes ein. Die Friedrich-Feld-Schule gehörte auch zu den ersten Schulen in Hessen, die die Digitalisierung des Unterrichts - zunächst durch die Installation von Smartboards - vorantrieben.

 

Im Jahre 2005 bewarb sich Balser  mit bereits 61 Jahren erfolgreich auf die frei gewordene Schulleiterstelle seiner Schule. Bereits nach einem halben Jahr kommissarischer Tätigkeit als Schulleiter der Friedrich-Feld-Schule wurde Balser am 01.02.2006 zum Oberstudiendirektor ernannt. Balser verbesserte an seiner Schule die allgemein an beruflichen Schulen arbeitszeitlich angespannte Situation der Abteilungsleiter, die i. d. R. mehrere Schulformen gleichzeitig zu leiten haben, und baute unterhalb der Leitungsebenen „Schulleiter/Stellvertreter“ sowie „Abteilungsleiter“ eine zusätzliche dritte Leitungsebene „Schulformleiter“ durch Besetzung der Positionen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem eigenen Kollegium auf freiwilliger Basis auf. Damit kam er auch dem Wunsch des Hessischen Kultusministeriums auf gezielte Personalförderung und der Zuweisung singulärer Tätigkeiten innerhalb des Kollegiums nach. Das Hessische Kultusministerium genehmigte Balser als einem der ersten Schulleiter an beruflichen Schulen Hessens den Antrag auf Verlängerung der Dienstzeit über das Alter von 65 Jahren hinaus. Balser wurde am 01.08.2011 im Alter von 67 Jahren pensioniert.

 

Die gewonnene Freizeit als Pensionär nutzte Balser mit der Beschäftigung von Themenbereichen  seiner ursprünglichen beruflichen Tätigkeit in der Automobilindustrie. Im Jahr 2015 konzipierte und erstellte er eine Website (automobilmarktdeutschland.de), um Neuwagenkäufern bzw. an Neuwagen Interessierten bei der  Vielfalt der Fahrzeuge sowie der Segmente und Nischen den Überblick zu verschaffen. Dazu hat Balser alle aktuell auf dem deutschen Markt angebotenen Modelle der Marken mit einem nennenswerten Verkaufsvolumen eingegeben. Seine Website "Automobilmarkt Deutschland" ist privat, nicht kommerziell und vollkommen unabhängig von den Angeboten der aufgelisteten Hersteller. Die Seiten enthalten folglich keine Werbung und der Zugang ist kostenfrei. Seit Weihnachten 2016 ist die Website offiziell freigeschaltet.

 


 

ERINNERUNGEN


Die Entstehung meiner Erinnerungen ist eher einem Zufall zu verdanken. Ich wollte meine umfangreiche und interessante Tätigkeit bei VW in Wolfsburg nicht in Vergessenheit geraten lassen und schrieb sie in tabellarischer Form nieder. Meine Freunde fanden die Ausführungen zwar lesenswert, aber in dieser Form für einen Außenstehenden letztlich zu trocken. Sie machten den Vorschlag, die Tätigkeiten mit den eigenen Empfindungen zu erweitern und als Erinnerungen an VW und Wolfsburg in Textform zu fassen. Ich wusste, dass sich meine beiden Cousinen Inga und Jutta für meine Tätigkeit bei VW interessierten und schickte ihnen zur Begutachtung einen Rohentwurf. Beide fanden die Ausführungen recht gut, gingen aber noch einen Schritt weiter und machten den Vorschlag, meine Erinnerungen an VW mit den Erlebnissen meiner Kindheit bei Eni zu komplettieren. Nun sind aus meinen Erinnerungen fast Memoiren geworden. Es hat sehr gut getan, die letzten 70 Jahre noch einmal vorbei ziehen zu lassen. Es ist erstaunlich, wie präsent das eine oder andere noch ist bzw. an was man sich plötzlich wieder erinnert.

 

Erinnerungen sind weder ein Tagebuch noch eine Dokumentation. Ich habe lediglich meine früheren Erlebnisse und Erfahrungen in sehr subjektiver Weise wieder aufleben lassen. Irrtümer oder zumindest unbewusste Abweichungen von der Realität sind leicht möglich. Nicht alle Personen, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind, habe ich erwähnt. Sie mögen es mir nachsehen. Die ich erwähnt habe und die von sich eine ganz andere Sicht als die von mir beschrieben haben, mögen es mir verzeihen. Bücher haben etwas Endgültiges. Daher habe ich mich entschieden, meine Erinnerungen nicht, wie es Eni tat, in Buchform, sondern über meine Homepage herauszugeben. Somit lassen sich Korrekturen, insbesondere gewünschte, im Nachhinein vornehmen und Texte fortschreiben.

 

 




Gerald Balser

Gerald Balser

Oktober 2016



E-Schlafmütze Deutschland?


Quelle: Tesla Germany GmbH



VW: Vorreiter der E-Mobilität


Quelle: VW AG



Setzt die Umweltpolitik unseren Wohlstand aufs Spiel?



IAA Frankfurt: Das war´s wohl!



Quelle: privat

Die Batterie, das Herz des E-Autos.

Quelle: VW AG



MQB und MEB: Was ist das?

Quelle: VW AG



2020 wird elektrisch


VW ID.3, Quelle: VW aG



Warum einen PHEV kaufen?


VW Golf GTE, Quelle: VW AG



Sollte man sich bereits heute ein E-Auto kaufen?


Audi e-tron Quelle: AUDI AG



Ehrlich währt am längsten.


Die Nr. 4 der Welt: PSA+FCA



45 Jahre VW Golf

Quelle: VW AG


Sind unsere Autos zu groß?



Buhmann SUV


Mercedes GLS Quelle: Daimler AG



E-Auto oder Wasserstoff-Auto?



Verkehrspolitik: Viel Geld und wenig Nutzen.



Ich kaufe mir ein E-Auto!

VW ID.3 Quelle: VW AG