Namensgebung für Autos am Beispiel VW  

VW macht es sich nicht leicht. Für jedes neue Modell muss ein attraktiver Name her. Die großen Konkurrenten Mercedes und BMW, aber auch die Konzernmarke Audi, machen es sich dagegen recht einfach durch den Gebrauch von Buchstaben bzw. Ziffern. Was jedoch schon in Vergessenheit geraten ist: Modellnamen gibt es bei VW erst seit 1973 mit der Einführung des VW Passat. Wer erinnert sich heute schon an die früheren Modellbezeichnungen VW 1303, VW Typ 2, VW 1500/1600 und VW 412. Die interessierte Öffentlichkeit konnte sich die abstrakten Bezeichnungen nie merken. Man half sich mit Spitznamen, wie Käfer, Bulli und Nasenbär.


Aber wie kam Volkswagen zu den heute so erfolgreichen Modellnamen? Anfang der 70er-Jahre wurden die Zukunftsaussichten für die „Volkswagenwerk AG“ düster. Die VW-Konzeption, luftgekühlte Heckmotoren, galt als veraltet und VW-Fahrzeuge waren kaum noch abzusetzen. Die Marke VW hatte die moderne Konzeption, wassergekühlte Frontmotoren mit Vorderradantrieb, regelrecht verschlafen. Die an große Stückzahlen gewöhnten VW-Händler benötigten umgehend einen Ausgleich für ihre drastischen Umsatzverluste. Da war es ein Glück, dass VW das Automobilunternehmen „Audi“ gekauft hatte. Denn Audi vertrat diese moderne Konzeption und besaß bereits die gewünschten Modelle. Das von den Automobiltechnikern bei VW abgelehnte Baukastenprinzip wurde notgedrungen rasch eingeführt. Der „Audi 80“ bekam ein Fließheck und wurde zum Volkswagen. VW geht neue Wege. Diese Botschaft sollte durch eine Umstellung der Fahrzeugbenennung - weg von Modellnummern, hin zu Modellnamen - verdeutlicht werden, zumal sich bei VW die Verwendung von Modellnummern nicht bewährt hatte. Ursprünglich sollten die Namen aller Modelle wegen der angestrebten Familienähnlichkeit mit einem „X“ enden. Diese Idee wurde im letzten Moment aus rechtlichen Gründen verworfen. Der zum VW gewandelte Audi 80 bekam quasi über Nacht den Namen Passat. Einen zutreffenderen Namen hätte VW kaum finden können, denn der neue Name wurde für den frischen Wind bei VW zum Signal und Symbol zugleich. Damit war für die nächsten VW-Modelle die Richtung vorgegeben, Windnamen.

 

Geeignete Namen zu finden klingt zunächst einmal ganz einfach, ist aber eine schwierige und aufwendige Tätigkeit, denn es müssen sehr viele Bedingungen erfüllt werden. Z. B. muss der neue Namen zum Produkt Auto passen, der gewünschten Zielgruppe und dem Design bzw. dem Fahrzeugtyp (Sportcoupé, Kleinwagen, Limousine, usw.) entsprechen sowie international und rechtlich verwendbar sein. Dabei ist man grundsätzlich gut beraten, Namen zu verwenden, die bereits in der Öffentlichkeit bekannt sind. Kunstnamen und komplizierte Namen tun sich sehr schwer, die lassen sich weniger gut merken und müssen noch erklärt werden. Dass trotz dieser Kenntnisse immer wieder Pannen passieren, zeigt ein Beispiel in Australien. Die Presse hatte sich köstlich über den neuen VW Passat amüsiert. Passat bedeutet dort in der Umgangssprache „Furz“. Dennoch, VW mit seiner Marktmacht ist letztlich in der Lage , jeden Namen durchzusetzen, das zeigen die Beispiele Tiguan, eine Kombination aus Tiger und Leguan bzw. Arteon aus Ars (Kunst) und Phaeton.  Die Endung "-eon" soll eventuell auf seine Rolle als neues Flaggschiff von VW hinweisen. Ob die Assoziation zu dem nicht gerade erfolgreichen Phaeton klug ist?

  

Nach Einführung des Passat ging es bei VW Schlag auf Schlag. Anfang 1974 kam die erste reine VW-Entwicklung der neuen Konzeption auf den Markt. Es war ein auf der Plattform des zukünftigen Käfer-Nachfolgers konzipiertes Coupé 2+2. VW hatte dieses Coupé vonvornherein als ein eigenständiges Fahrzeug konzipiert, das optisch mit der Limousine nicht in Verbindung gebracht werden sollte. Der Kunde sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass er für ein gegenüber der Limousine beengtes Fahrzeug einen deutlich höheren Preis zahlen muss, denn Coupés werden durch die  großen Änderungen im Blech zwangsläufig teuer. Somit war von Anfang an klar, eigenständige Modelle brauchen einen eigenständigen Namen. Der einfache Weg, an den Namen des Basismodells lediglich den Zusatz Coupé anzuhängen, kam nicht infrage. Für diesen neuen Fahrzeugtyp, der weder eine auf sportlich getrimmte zweitürige Variante der Limousine noch ein Sportwagen war,  kreierte VW die griffige Bezeichnung Sportcoupé. Bei der Suche nach einem geeigneten Namen stellte sich schnell heraus, dass die meisten Windnamen bereits rechtlich geschützt bzw. nicht geeignet waren. Als Ausbeute blieb ein einziger Name übrig,  Scirocco, der in Italien gefürchtete heiße Wüstenwind aus Afrika. Glücklicherweise signalisierten alle, allerdings aus zeitgründen erst nach der Markteinführung durchgeführten Verbraucherbefragungen, dass dieser Name für ein Sportcoupé besonders geeignet, sogar ein Volltreffer war. Danach war mit Windnamen Schluss.

 

Zu Wind gehört irgendwie Wasser. Golf als verkürzte Bezeichnung des Golfstromes war die ursprüngliche Idee für den Namen des ein halbes Jahr später vorgestellten Käfer-Nachfolgers. Erst eine Werbeagentur brachte die Namensgebung in eine andere Richtung mit der Werbeaktion „Der neue Volkssport – Golf“. Nun war der Weg frei für Namen von Sportarten. Modellnamen werden unter dem Aspekt der weltweiten Verwendbarkeit ausgesucht. In den USA hieß das Fahrzeug jedoch anders: Rabbit (Kaninchen). Den Amerikanern war der Name Golf zu dicht bei dem Firmennamen Gulf Oil. 

 

Ermutigt durch den Verkaufserfolg des VW Passat, der eigentlich ein Audi 80 war, nutzte VW 1975 auch mit dem Audi 50 das Baukastenprinzip. Die VW-Strategen waren sogar noch rigoroser, denn es wurden lediglich im Kühlergrill die Audi-Ringe durch das VW-Zeichen (den Lollipop) ausgetauscht. Diese gewagte Entscheidung war im Hause VW sehr umstritten. Einwände kamen vor allem von den Technikern, die es gewohnt waren jedes Auto komplett neu zu entwickeln und die es sich nicht vorstellen konnten, dass die VW-Kunden dieses „Duplikat“ annehmen. Vor der offiziellen Vorstellung des neuen Fahrzeuges hatte VW seine Händlerorganisation weltweit aufgefordert, sich an der Namensgebung zu beteiligen. Ein von dem Generalimporteur in Italien vorgeschlagener Name Pony lag sehr gut im Rennen, wurde letztlich aber wieder verworfen. Der Name Pony passte zwar vordergründig zu solch einem kleinen Auto, aber nicht zu dem relativ hohen Preis. Denn hinsichtlich Preisgestaltung ist es bei Autos so ähnlich wie bei Schuhen bzw. Textilien. Verantwortlich für die Höhe des Preises ist nicht die Größe, sondern die eingebaute Technik. Es ist unmöglich, technisch hochwertige Kleinwagen zu kleinen Preisen herzustellen. Eine aus Vorstand und Aufsichtsrat zusammengesetzte Kommission  hielt an den Sportnamen fest und entschied sich für den Alternativvorschlag Polo.

 

Alle VW-Modelle der neuen Konzeption besaßen eine Heckklappe und hatten entweder ein Steilheck (Kompaktauto) oder ein Fließheck (Limousine, Coupé). Für die eher konservativen Käufer benötigte VW konventionelle, familientaugliche Stufenheckvarianten. Das Ergebnis waren 1977 der Derby, 1979 der Jetta und 1981 der Santana. Derby und Jetta hatten mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Die Entscheidung zum Bau dieser Stufenheckvarianten fiel nicht mit dem Beginn der Produktplanung, sondern erst sehr viel später nach der erfolgreichen Einführung der Basismodelle, darüber hinaus durften die Änderungen im Bleich aus Kostengründen nur gering sein. Die Stufenheckvarianten waren hinsichtlich der Ästhetik niederschmetternd. Mit eigenständigen Namen und dem daraus sich entwickelnden Abstand hoffte man, eine Beschädigung des positiven Images der Basismodelle verhindern zu können. Der Derby hatte zwar –  wie auch später der Jetta – seine eingefleischten Fans, war aber ein in der Öffentlichkeit ungeliebtes Modell. Sein Vorteil, ein für dieses kompakte Fahrzeug riesiger Kofferraum, wurde beim Design zur Katastrophe. Der Derby wurde als ein „Polo mit Rucksack“ bespottet. Das Derby-Rennen in Deutschland endete 1985, wurde aber 1990 in Mexiko wieder gestartet. Das Aus für den Namen bedeutete aber nicht das Aus für das Modell. Ein neuer Polo mit Stufenheck  - eigentlich ein Seat - wurde in die Polo-Modellreihe aufgenommen und bekam den Namen Polo Classic. Nach drei Jahren war aber wieder einmal Schluss. Bis heute wagt sich VW in der Kleinwagenklasse nicht an ein Stufenheck heran.


Mit dem Namen Jetta für die Stufenheckvariante des Golf verließ VW die erfolgreichen Sportnamen und lehnte sich an die ursprüngliche Idee der Windnamen an: Jetta - von Jetstream (Name aus der Fliegerei). Die Taktik nützte dem „Golf mit Rucksack“ herzlich wenig. Mit dem Modellwechsel im Jahr 1992 kam auch ein neuer Name, Vento. Eine Ausnahme waren die USA. Dort war der Jetta überraschend erfolgreich. Folglich hielt man dort an dem Namen fest, bis heute. Auch der Nachfolger Vento (Wind) wurde in Deutschland als ein „Golf mit Rucksack“ empfunden. Der Erfolg stellte sich erst 1998 mit dem Bora ein, benannt nach dem kalten Wind, der aus den kroatischen Bergen in die Adria bläst. VW hatte verstanden und diesmal die Stufenheckversion von Anfang an in die Design-Entwicklung des Golf IV einbezogen. Dadurch wirkte die Stufenheckvariante des Golf erstmals harmonisch und der Kunde dankte es mit größeren Verkaufszahlen. Dieses Beispiel macht einen weiteren Vorteil der Verwendung von Namen deutlich. Der Namenswechsel verhindert eine Übertragung des schlechten Images des Vormodells auf den Nachfolger, aber nur, wenn dieser die Fehler seines Vorgängers nicht wiederholt. Richtigen Erfolg hatte jedoch auch der Bora nicht. Dass die Stufenheckversion des Golfs nicht vom deutschen Markt verschwunden ist, verdankt sie dem überraschend großen Erfolg in den USA. Inzwischen legt das wieder Jetta benannte Modell  in Deutschland eine Atempause ein. Es soll im Jahr 2018 als erneut gewachsenes Mittelklassemodell, patziert zwischen Golf und Passat, reüssieren.

 

Der Name Santana lässt erstmals keinen Zusammenhang mit den anderen VW-Namen erkennen. Den Santana wollten die Marketing-Strategen als neues VW-Spitzenmodell oberhalb des Passat positionieren. Das gelang nicht. 1985 verlor der Santana seine Eigenständigkeit und seinen Namen und wurde zum Passat mit Stufenheck. Das Begräbnis der Audi-Ausleihe Passat/Santana erfolgte 1988 mit Erscheinen des neuen, als Stufenheck und Kombi komplett von VW entwickelten Passat. Ein Weiterleben erfuhr der Santana in Shanghai/China, wo er unter diesem Namen noch heute gebaut wird.

 

Mit der Vielzahl der jungen Modelle verließ VW die so erfolgreiche Linie Wind und Sport endgültig. Für den großen Van Sharan wurde 1995 - ähnlich wie beim Santana 1981 – lediglich wieder ein klangvoller Personenname verwendet. Der 1999 eingeführte kleinste VW, der Lupo, eher ein Wölflein als ein Wolf, sollte an den Firmensitz Wolfsburg erinnern. Nach dem Wolf kam aus Brasilien der Fuchs (VW Fox). Obwohl in den Abmessungen eher ein Klein- als ein Kleinstwagen konnte auch dieses preisgünstige Auto die Erwartungen nicht erfüllen. Sein Nachfolger up! ist nun tatsächlich oben auf und mausert sich zum Dauerbrenner. Das Flagschiff von VW, der seit 2002 in der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden gebaute Phaeton, ist bereits das vierte Modell mit einem Personennamen, diesmal der altgriechische Mythologie entliehen. Phaeton ist ein Sohn des Sonnengottes Helios. Er war mit dem Sonnenwagen seines Vaters der Sonne zu nahe gekommen und abgestürzt. Kein gutes Omen für das neue Flaggschiff von VW. Da half auch nicht der entschuldigende Verweis auf die gleichnamige Karosserieform für Automobile in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Letzlich entsprach das Schicksal des ehrgeizigen VW-Oberklasseautos seinem mythischen Vorbild.  Bei den beiden VW-Modellen Touran, ein Van auf Basis des Golf, will VW auf die Touren-/Reisetauglichkeit und dem Touareg auf die Wüstentauglichkeit des Allrad-Geländewagens hinweisen. Der Modellname Touran war eigentlich eine harmlose Wortschöpfung, ein Kunstname, entpuppte sich jedoch als ein in der Automobilbranche verwendeter Firmenname türkischer Herkunft. Die fehlerhafte Recherche musste VW teuer bezahlen.

 

Als Name und Produkt zwischenzeitlich wiederauferstanden waren der so erfolgreiche  Scirocco und der Käfer in seiner amerikanischen Version als New Beetle. Eigentlich war für das Sportcoupé bereits im Jahr 1988 ein Nachfolger geplant. Der wurde letztlich so teuer, dass man ihn unmöglich als Scirocco anbieten konnte. Der neue Corrado (Konrad) war nicht gerade ein Glücksgriff. Der Klang des Namens steht nicht unbedingt für Sportlichkeit und Jugend. Produkt falsch platziert und benannt: das „Aus“ kam nach nur sieben Jahren. Von dem New Beetle erhoffte sich VW einen ähnlichen Erfolg wie BMW mit dem MINI. Die Verkaufszahlen des Beetle erfülllten jedoch nicht die hohen Ansprüche des Massenherstellers VW, selbst nicht bei bescheidenen Nischenprodukten. Nach dem überraschenden Aus des Coupés  kam aus Mexiko nur noch das Cabriolet, das nunmehr einzige offene Auto im Portfolio der Marke VW. Seit Beginn des Modelljahres 2019 ist damit auch Schluss. Wahrscheinlich soll die Cabrio-Variante des neuen Kompakt-SUV T-Roc die hinterlassene Lücke schließen. Auch mit dem neuen Scirocco hatte VW kein Glück, was nach meiner Meinung am unklaren Konzept lag. Die Zeit von Sportcoupés in der Kompaktklasse mit reduzierter Sportlichkeit und der Zielgruppe Frauen war inzwischen vorbei. Für die Zielgruppe Männer hatte der Scirocco mit dem Golf GTI bzw. R selbst im eigenen Haus eine zu starke Konkurrenz. In dieser Klasse hätte ein bereits in der Basis deutllich sportlicher motorisierter viertüriger Scirocco mit Fastback wahrscheinlich bessere Marktchancen gehabt.


Im Trend liegt seit einigen Jahren das SUV. Auch VW will, wie immer etwas spät, aber mit Macht, in diesem Segment aktiv werden. Dafür hat VW für sich den Buchstaben T entdeckt. Mit dem T will VW für die geplanten SUVs eine gewisse Familienähnlichkeit mit den bereits angebotenen SUVs herstellen.  So heißen in Anlehnung an Tiguan und Touareg der neue Golf-SUV "T-Roc" und der neue Polo-SUV "T-Cross".


Eine gewaltige Herausforderung an die Kreativität der Namensgeber, nicht nur im Hause VW, werden die neuen Elektroautos sein. Auch zukünftig wird sich der Käufer mit seinem Auto identifizieren wollen. Wenn eine Profilierung der Elektroautos gelingen soll, müssen sich die  Namen dieser innovativen Autos deutlich von denen der konventionellen Autos unterscheiden. Bei der ganz klar im Vordergrund stehenden Technik ist die Gefahr groß, für Elektroautos technische Namen zu verwenden. Mehr noch als vor wenigen Jahren  sollen heute Autos Emotionen wecken. Wird dies bei dem eher aus der Vernunft geborenen Elektroauto überhaupt möglich sein? Die Marke VW hat sich hinsichtlich der Namensgebung offensichtlich bereits festgelegt. Alle mit Hilfe des "Modularen Elektrobaukasten "  neuentwickelten E-Autos sollen - quasi als Erkennungsmerkmal - zunächst mit den Initialen I. D. beginnen. Die inzwischen publik gewordenen nachfolgenden Modellnamen "Crozz", "Buzz" und "Aero" wirken dadurch eher wie ein Namenszusatz.


Welche Bedeutung haben Namenszusätze?

Selbst die alten Römer kannten schon die Wirkung und Bedeutung von Namen. Bis heute hat sich das lateinische Sprichwort „nomen est omen“ gehalten. Bei Produkten jeglicher Art, insbesondere aber bei Automobilen, sind gute Namen von unschätzbarem Wert. Gut heißt, der Name muss zu dem betreffenden Produkt passen, positive Assoziationen wecken, leicht aussprechbar bzw. merkbar und international verwendbar sein. Das Gleiche gilt im Automobilbereich für besondere Modelle, die mit Hilfe eines Zusatzes auch als solche erkennbar sein sollen.

 

So kann der Kunde neben dem Grundmodell unter verschiedenen Ausstattungsmodellen wählen. Zusätzlich zu den Serienmodellen werden oft Sondermodelle (VW Golf Join) bzw. Sportmodelle (VW Golf GTI) und in jüngster Zeit sogar spezielle Luxusmodelle (Ford Vignale) angeboten.  

 

Sportmodelle sind hinsichtlich Motorleistung (Tuning ab Werk) und zum Teil auch Karosserie (Sportoptik) deutlich veränderte Serienfahrzeuge mit einer vor allem sportlichen Ausstattung. Da bei diesen Fahrzeugen die Technik und die Motorleistung absolut im Vordergrund stehen, sind diese zumeist auch mit einem entsprechend technischem Namenszusatz (zumeist Buchstaben) gekennzeichnet. Bei Mercedes (AMG) und BMW (M) handelt es sich nicht nur um einfache Namenszusätze, sondern sogar um selbständige Tochtergesellschaften. Noch konsequenter in diese Richtung geht seit 2018 der Hersteller Seat. Der hat den Zusatz "Cupra" zur eigenen Marke erklärt und stellt den Zusatz, nun als Markennamen deutlich erkennbar,  vor den Modellnamen, also "Cupra Ateca" anstatt "Seat Ateca Cupra".


Für gewöhnlich wissen nur Eingeweihte, welche Bedeutung die Namenzusätze bei Sportmodellen haben. Hier eine Auflistung:

 

Marke

Namenszusatz

Bedeutung

Alfa Romeo

Quadrifoglio

vierblättriges Kleeblatt

Audi

S

RS

Sport

Rennsport

BMW

M

Motorsport

Ford

ST

RS

Sports Technologie

Racing Sport

Honda

R

GT

Racing

Gran Turismo

Hyundai

N

Namyang

Jaguar

SVR

Special Vehicles Racing

Kia

GT

Gran Turismo

Land Rover

SVR

Special Vehicles Racing

Lexus

F

Flaggschiff

Mercedes

AMG

Aufrecht & Melcher Großaspach

Mini

JCW

John Cooper Works

Nissan

Nismo

Nissan Motorsport

Opel

OPC

Opel Performance Center

Peugeot

GTi

Gran Turismo Injection

Renault

GT

R. S.

Grand Tourisme

Renault Sport

Seat

Cupra

Cup Race

Skoda

RS

Rennsport

Suzuki

Sport

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VW

GTI

GTD

RS

Gran Turismo Injection

Gran Turismo Diesel

Rennsport


 

 

 




Gerald Balser

Gerald Balser

Oktober 2016


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Audi e-tron Quelle: AUDI AG


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