Ich kaufe mir ein E-Auto!

Gerald Balser, 11. Oktober 2019

 

Sie wohnen in einer gemieteten Wohnung, sind ledig bzw. verheiratet ohne Kinder oder die Kinder sind bereits aus dem Haus und Sie haben ein durchschnittliches Einkommen, dann gehören Sie zur größten Zielgruppe von Deutschlands Autokäufern und fahren sehr wahrscheinlich einen VW-Golf oder ein ähnliches Modell. Sollte Ihr Auto bereits sechs Jahre alt sein und 120.000 km auf dem Tacho haben, dann wird es langsam Zeit, sich zu trennen, bevor große und teure Reparaturen auf Sie zukommen. Sollten Sie der festen Meinung sein, dass nicht nur der Staat, sondern auch der einzelne Bürger seinen Beitrag für den Umweltschutz leisten sollte, dann kommt als Neuwagen für Sie eigentlich nur ein E-Auto infrage. Sie erwarten, dass das neue E-Auto ungefähr die Abmessungen eines Golf hat (Länge = 4,26 m, Breite = 1,80 m, Höhe = 1,49 m) und der E-Motor eine Leistung von mindestens 136 kWh bei einer Reichweite von mindestens 200 Km. Wenn Ihr Budget maximal 35.000 € beträgt, können Sie sich hinsichtlich des Listenpreises für das Grundmodell ohne weiteres an diesem Niveau und auch noch leicht darüber orientieren, denn für die unvermeidbaren Sonderausstattungen bleibt noch genügend Spielraum, da Ihnen der Staat und der Hersteller zusammen mindesten 4.000 € Umweltprämie schenken.

 

Sollten Sie an Auslaufmodellen nicht interessiert sein, dann reduziert sich die Anzahl der möglichen E-Autos unter diesen Voraussetzungen auf gerade einmal sechs Fahrzeuge (Auflistung sortiert nach der Fahrzeuglänge):


DS 3 Crossback E-Tense

Die Edelmarke von Citroen bietet ihren brandneuen Klein-SUV nun auch als E-Auto an. Der DS 3 Crossback E-Tense ist der erste vollelektrische SUV von PSA.


Hyundai Kona Elektro

Auch der neu auf dem Markt eingeführte Klein-SUV von Hyundai „Kona Elektro“ ist kein lupenreines E-Auto. Es gibt ihn noch als Benziner und als Hybrid.


Kia e-Soul

Der neue Kompakt-Van „Kia Soul“ ist nur noch als E-Auto erhältlich. Die E-Technik teilt er sich mit dem neuen e-Niro, an seiner Karosserie hat sich jedoch nicht viel verändert.


VW ID.3

Der neue Kompakt-Van von VW der „ID.3“ kann erst Anfang des Jahres 2020 ausgeliefert werden. Er ist in diesem Kreis das einzige E-Auto mit der modernen, e-spezifischen Konzeption „viel Raum auf kleiner Fläche und eine hinsichtlich der Fahrzeughöhe dem Van sehr nahe kommende Karosserie“. Der ID.3 ist also kein Derivat eines klassischen Benziners, sondern eine völlig eigenständige Entwicklung mit einem eigenen Elektro-Baukasten und wird folglich ausschließlich mit Elektromotoren angeboten.


VW e-Golf

Der VW e-Golf ist bereits ein Auslaufmodell und wird im kommenden Frühjahr durch den neuen ID. 3 ersetzt. Deshalb wird der e-Golf augenblicklich besonders günstig angeboten.


Peugeot e-2008

Auch der neue Kompakt-SUV von Peugeot „2008“ kommt Anfang des Jahres 2020 auf den Markt. Er wird deutlich länger als sein Vorgänger und bietet erstmals den aus dem e-208 bekannten E-Motor an. Die Motorleistungen und die Preise sind noch nicht bekannt.

 

Kia e-Niro

Ähnlich wie beim VW-Konzern arbeiten die Schwestermarken Hyundai und Kia eng zusammen und entwickeln gemeinsam neue Fahrzeuge. Diese sind zwar technisch weitestgehend identisch, sollen sich aber ganz bewusst äußerlich unterscheiden. So ist der neue Kompakt-SUV „Kia e-Niro“ immerhin 21 cm länger als sein jüngerer Bruder Hyundai Kona Elektro.

 

E-Autos sind keine Massenprodukte, sondern immer noch eher Nischenfahrzeuge. Deshalb sollte man sich grundsätzlich auf satte (bis zu 12 Monate) Lieferzeiten einstellen.

 

Modell

Länge
  Breite
  Höhe

Seg-ment

Leis-tung (PS)

Ver-brauch

(kWh)

V-max

(km/h)

 

Beschleu-nigung

(s)

Li-Ion

(kWh)

Reich-weite

(km)

Basis-Preis

(€)

DS 3 Crossback E-Tense


4,12
  1,79
  1,53

Van

136

17,8

150

9,1

50,0

320

38.390

Hyundai Kona Elektro


4,17
  1,80
  1,56

SUV

136

13,9

155

9,7

39,2

312

34.600

Kia e-Soul


4,20
  1,80
  1,61

Van

136

15,6

157

9,9

39,2

276

33.990

VW ID.3


4,25
  1,80
  1,58

Van

170

13,8

180

7,5

45,0

330

30.000

VW e-Golf


4,26
  1,80
  1,49

Kombi-limousine

136

12,7

150

9,6

35,8

200

35.900

Peugeot e-2008


4,30
   1,77
  1,54

SUV

136

k.A.

k.A.

k.A.

50,0

310

k.A.

Kia e-Niro


4,38
  1,81
  1,56

SUV

136

15,3

155

9,8

39,2

289

35.290

Bildquellen: CITROEN DEUTSCHLAND GMBH, Hyundai Motor Deutschland GmbH, KIA MOTORS Deutschland GmbH, PEUGEOT Deutschland GmbH, VW AG



Sollten Sie noch nicht den Mut für den Kauf eines E-Autos als Erstwagen haben, beginnen Sie doch mit einem City-Stromer als Zweitwagen. Der benötigt für die Fahrten im Nahbereich weniger Power und Reichweite, sollte aber auch deutlich weniger kosten. Da fangen schon die Schwierigkeiten an. Die Unterschiede bei den E-Autos der Kleinklasse zur Kompaktklasse bestehen eigentlich nur in den Abmessungen, bei allen anderen Kriterien verschwimmen die Konturen. Ein größerer Schritt in die Kleinstklasse ist hier notwendig.


In der Kleinstklasse ist das Angebot an E-Autos besonders überschaubar, hinzu kommt, dass einige Modelle vollständig bzw. nahezu baugleich sind bzw. erst im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen:


Smart Fortwo/Smart Forfour

Smart gibt es ab nächsten Jahr nur noch als E-Auto. Ist als Zweisitzer nur unwentlich billiger als sein viersitziger Bruder Forfour.


Citroen C-Zero/Peugeot iOn
Eine gemeinsame Entwicklung von Citroen, Mitsubishi und Peugeot aus dem Jahre 2009 und folgedessen baugleich zum gleichen Preis. Mitsubishi bietet seine Version nicht mehr an.


VW e-up!/Seat Mii electric/Skoda Citigo iV.
Alle drei E-Autos entstammen dem Baukasten des VW-Konzerns und haben lediglich die Technik gemeinsam. VW hat das Kunststück hinbekommen, im Zuge des Facelifts den Preis des e-up! bei deutlich verbesserter Leistungen zu reduzieren. 


Modell

Länge
  Breite
  Höhe

Seg-

ment

Leis-tung (PS)

Ver-brauch

(kWh)

V-max

(km/h)

Beschleu-nigung

(s)

Li-Ion

(kWh)

Reich-weite

(km)

Basis-Preis

(€)

Smart Fortwo


2,70
  1,66
  1,56

Kombi-limousine

82

12,9

130

11,5

17,6

160

21.940

Citron C-Zero


3,48
  1,48
  1,61

Kombi-limousine

67

17,0

130

15,9

14,5

100

21.800

Peugeot iOn


3,48
 
 1,48
  1,61

Kombi-limousine

67

17,0

130

15,9

14,5

100

21.800

Smart Forfour


3,50
  1,67
  1,55

Kombi-limousine

82

13,1

130

12,7

17,6

155

22.600

Seat Mii electric


3,56
  
1,65
  1,48

Kombi-limousine

83

12,7

130

12,3

36,8

260

20.650

Skoda Citigo iV.


3,60
  
1,64
  1,48

Kombi-limousine

83

12,5

130

12,5

36,8

260

20.950

VW e-up!


3,60
  
1,65
  1,50

Kombi-limousine

83

12,7

130

11,9

32,3

260

21.975

Bildquellen: CITROEN DEUTSCHLAND GMBH, Daimler AG, PEUGEOT Deutschland GmbH, SEAT Deutschland GmbH, SKODA AUTO Deutschland GmbH, VW AG




 

 


Die Marke von 400.000 Aufrufe überschritten!!!!




Gerald Balser

Gerald Balser

Oktober 2016


Corona und das Automobil

Quelle: VW AG



VW vs. Tesla

Quelle: VW AG


Quelle: Tesla Motors


SUV als Zweitwagen



Eine Lanze brechen für das Komplettauto

Quelle: Volkswagen of America, Inc.



Der neue Golf oder der ID.3?

Quelle: VW AG



Assistenz-syteme helfen Leben retten!

Quelle: VW AG



Zeitalter des E-Autos?

Quelle: Tesla Motors



95 g CO2 Flottenausstoß




45 Jahre VW Polo

Quelle: VW AG



Autofreie Innenstadt



Was wird aus Mercedes?

Quelle: Daimler AG


Modulare Baukästen

Quelle VW AG



Überschätzte Reichweite?

Quelle: VW AG



IAA Schuldzu-weisungen

Quelle: privat


VW-Software


Quelle: VW AG



Alternative Wasserstoff?


Quelle: Daimler AG



Tempolimit auf  Deutschlands Autobahnen?



E-Auto ist nicht gleich E-Auto

Quelle: StreetScooter GmbH




VW 2020:

ID.3 und ID.4

Quelle: VW AG



E-Schlafmütze Deutschland?


Quelle: Tesla Germany GmbH



VW: Vorreiter der E-Mobilität


Quelle: VW AG



Die Batterie, das Herz des E-Autos.

Quelle: VW AG



2020 wird elektrisch


VW ID.3, Quelle: VW aG



Warum einen PHEV kaufen?


VW Golf GTE, Quelle: VW AG



Sollte man sich bereits heute ein E-Auto kaufen?


Audi e-tron Quelle: AUDI AG



Ich kaufe mir ein E-Auto!


VW ID.3 Quelle: VW AG



Buhmann SUV


Mercedes GLS Quelle: Daimler AG



Verkehrspolitik: Viel Geld und wenig Nutzen.