Weltpremiere für die zukünftige Nr. 1

Gerald Balser, 24. September 2020


 VW ID.4


Was für ein Paukenschlag! Vorbei die Zeiten von Volksfeststimmung mit Wiener Würstchen und Brezeln auf Kirmesbänken beim VW-Händler um die Ecke. Die Brooklyn Bridge in New York als Kulisse der Weltpremiere einer einst eher biederen deutschen Marke. VW will Tesla das Fürchten lehren.


Ganz im Sensations-Stil eines amerikanischen Global Players präsentierte  gestern „Volkwagen“ sein all-electric, all-new Weltauto, den ID.4, im Internet, dem Zeitgeist entsprechend mit viel Power und Jugendlichkeit. Ein mitreisend smarter Moderator und junge, sportliche Kunden machen Stimmung für das für VW zukünftig wahrscheinlich wichtigste Modell, aber auch für das gerade in den USA stark gebeutelte Markenimage.


VW ID.4 Innenraum


Dem Zuschauer wird eingebläut, der VW ID.4 wird in Chattanooga/Tennessee gebaut, der VW ID.4 ist ein amerikanisches Auto, technisch sozusagen ein "apple" auf vier Rädern. Und Volkswagen hat bei seinen amerikanischen Kunden noch etwas gut zu machen: 3 years free nationwide fast-charging. Drei Jahre kann der ID.4 kostenlos aufgeladen werden.


VW ist sich sicher, mit dem ID.4 genau das richtige Auto auf dem US-Markt anzubieten. Wie damals mit dem in den USA so erfolgreichen VW Käfer wird dort wieder "small" gedacht.  Auch in den USA sitzen inzwischen zumeist maximal zwei Personen in einem PKW. Das Kompakt-SUV ist in den USA mit 4 Millionen Verkäufen in 2019 und einen Marktanteil von 24 % voll im Trend und der Module Elektrobaukasten von VW macht den für amerkianische Verhältniss kurzen ID.4 (4,58 m Länge) zu einem Raumwunder mit dem Wendekreis eines Kleinwagens.


YouTube-Video Weltpremiere VW ID.4


Gebaut wird der VW ID.4 aber zunächst - seit September - nur  in Deutschland, in Zwickau. Erst 2021 folgen die Standorte in den USA und in China.

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