Fahrerassistenzsysteme helfen Leben retten

Gerald Balser, 9. März 2020

Update 19. August 2020


 


"Autofahrerin mit zwei kleinen Kindern kommt aus unerklärlichen Gründen auf der Landstraße auf die Gegenfahrbahn. Bei dem frontalen Zusammenstoß mit einem LKW kommt die Mutter ums Leben, die beiden Kinder wurden mit dem Hubschrauber schwerverletzt in eine Spezialklinik geflogen."


„Massenkarambolage auf der A5. Nach einem Auffahrunfall sind mehrere Pkw ineinander gefahren. Zu beklagen sind zwei Tote und mehrere Verletzte. Der Sachschaden des Unfalls wird auf ca. 140.000 Euro geschätzt.“


Solche und ähnliche Horrormeldungen gibt es in Deutschland täglich. Ursache dafür ist weniger überhöhte Geschwindigkeit, sondern vielmer Unaufmerksamkeit durch Ablenkung und der gefürchtete Sekundenschlaf. Das persönliche Leid, der Sachschaden und der volkswirtschaftliche Schaden gehen jährlich in die Abermillionen und Milliarden Euro. Dabei haben unsere Automobilhersteller bereits die Technik, solche schlimmen Verkehrsunfälle zu vermeiden. Beim neuen VW ID.3 gehören die folgenden Fahrerassistenzsysteme zumeist bereits zur Serienausstattung.


Vermeidung von Frontalunfällen

Der aktive Spuren-assistent (Active Lane Assist) hält das Auto auf der Straße automatisch mittig, sogar in Kurven. Der Fahrer muss das Auto nicht lenken. Dadurch ist es eigentlich  unmöglich, einen Frontal-unfall mit einem Fahrzeug der Gegenfahrbahn zu verursachen. In der Erweiterung als Baustellenassistent wird auch die Angst vor engen Fahrspuren innerhalb der Baustelle genommen. Die Fahrbahnmarkierungen und die Abstände zur Fahrzeugumgebung inklusive der benachbarten Fahrzeuge werden räumlich erfasst. und der optimale Fahrkorridor berechnet.

 

Vermeidung von Auffahrunfällen


Der Abstandshalter "Active Cruise Control", ist ein intelligenter Tempomat. Eine vom Fahrer eingestellte Geschwindigkeit wird vom ACC nicht nur gehalten, sondern in Abhängigkeit vom vorausfahrenden Verkehr via Bremsen und Beschleunigen im Rahmen der Systemgrenzen bis zum Stillstand angepasst. Ein Auffahrunfall ist somit unmöglich.


Der „Emergency Assist“ wird bei Inaktivität des Fahrers ausgelöst. Erkennt das System keine Lenkaktivität seitens des Fahrers, werden auto-matisch akustische, optische und haptische Signale an den Fahrer gesendet, die ihn auffordern die Lenkung wieder zu übernehmen.  Sobald das System erkennt, dass der Fahrer auf Warnungen nicht reagiert, übernimmt das System die Führung des Fahrzeugs, aktiviert die Warnblinkanlage fährt den Passat nach rechts auf den Seitenstreifen und bremst es automatisch bis zum Stillstand. Das ACC reagiert dabei auf vorausfahrende Fahrzeuge und verzögert dabei gegebenenfalls stärker, um Auffahrunfälle zu verhindern. Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jederzeit durch Bewegen des Lenkrads, Treten des Bremspedals oder Gas geben beenden.  


Der Notbremsassistent "Front Assist" mit Fuß-gängererkennung kann bei einem drohenden Auffahrunfall helfen, die Unfallschwere zu mindern oder - im Idealfall - den Unfall zu vermeiden. Er kann Fußgänger und Fahrzeuge auf der Fahr-bahn erkennen und bei erkannten Fußgängern und Fahrzeugen den Fahrer rechtzeitig warnen. Falls daraufhin nicht reagiert wird, leitet das System eine Notbremsung ein. Darüber hinaus wird der Fahrer bei nicht ausreichender Pedalbetätigung mit maximaler Bremskraft unterstützt.


Ein Plus an Sicherheit bietet der "Auspark-assistent". Er wird in Kombination mit dem Blind Spot-Sensor ange-boten. Der Auspark-assistent entschärft das Rückwärtsausparken aus Einfahrten und Park-buchten, die im rechten Winkel zur Straße liegen. Das System erkennt nicht nur direkt hinter dem Wagen stehende oder fahrende Fahrzeuge, sondern auch solche, die sich von der Seite her nähern und damit für den Fahrer kaum auszumachen sind. Das radarbasierte Sensormodul registriert Objekte in einem Abstand von bis zu 40 Metern. Droht eine Kollision, gibt das System eine akustische Warnung ab. Falls die Situation nicht entschärft wird oder die Gefahr einer direkten Kollision besteht, aktiviert der Ausparkassistent automatisch einen Bremseingriff.


Nicht nur im Stand, auch während der Fahrt warnt ein Licht im linken und rechten Seitenspiegel  vor über-holenden Autos im toten Winkel "Blind Spot".


Sollte es dennoch zu einer Kollision kommen, dann   können Folge-kollisionen durch die "Multikollisions-bremse" womöglich vermieden oder deren Schwere zumindest verringert werden. Nach einer Kollision und im Rahmen der Grenzen des Systems leitet die Multikollisionsbremse beim verursachendem Auto automatisch eine Bremsung ein, noch bevor der Fahrer reagieren kann.


Der "Proaktive Insassenschutz" erkennt Unfallgefahren und bereitet die Insassen (Gurtstraffer) und den Verkehr hinter dem Fahrzeug (Warnblinker) auf einen Unfall vor.









 

 

 









 

 

 

 

 

 

 


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Gerald Balser

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