Automatisiertes Fahren - eine Vision des zukünftigen Straßenverkehrs

Gerald Balser, 15. September 2018


Man muss sicherlich kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass das „Automatisierte Fahren“ zusammen mit der „Elektrifizierung des Automobils“ das beherrschende Thema der nächsten IAA in Frankfurt am Main sein wird. Dabei ist den meisten Autofahrern gar nicht bewusst, dass mit den zahlreichen Assistenzsystemen in unseren Autos mit Verbrennungsmotor der Prozess bereits begonnen hat. Denn automatisiertes Fahren ist nicht zwingend an das E-Auto gekoppelt, aber sicherlich von großem Vorteil. Allerdings bis zur höchsten Stufe (Level), dem Fahren ohne Lenkrad und Pedalerie, ist es wahrscheinlich noch weit, nicht technisch, aber rechtlich und hinsichtlich der Akzeptanz. Dabei haben wir angesichts der unendlich vielen Unfälle mit Verletzten und Verkehrstoten auf unseren Autobahnen und Straßen keine Zeit zu verlieren. Denn bei einer flächendeckenden Einführung von autonom fahrenden Autos könnten Verkehrstote bzw. Verletzte, aber auch Strafzettel und Fahrverbote der Vergangenheit angehören. Ungeahnte Möglichkeiten, das Auto zu nutzen, erhielten außerdem nicht mehr fahrtüchtige Senioren und Minderjährige. Das geräumige E-Auto könnte zu einem zusätzlichen Lebensraum, zum Arbeitszimmer, Wohnzimmer und sogar zum Ruheraum werden. Man hätte während der Fahrt genügend Zeit zum Zeitunglesen.


Sollte in wenigen Jahren das autonom fahrende Auto Standard sein, könnte sich das Verhältnis des Fahrers zu seinem Fortbewegungsmittel deutlich versachlichen. Aber bereits heute hat das Auto einen Teil seiner Faszination als Statussymbol bzw. sporttechnisches Utensil vor allem bei jungen Leuten eingebüßt. Die Angabe von Höchstgeschwindigkeit wäre bei einem notwendigen, dem Verkehrsfluss angepassten, geräuschlosen Cruisen auf der Autobahn ohne Belang. Der Schwerpunkt der eingebauten Technik würde sich in Richtung Sicherheit, Komfort und Konnektivität verändern. Beim innerstädtischen Einsatz sowieso eine Selbstverständlichkeit. Hier könnte das autonome Auto sogar zur ernstzunehmenden Alternative für den öffentlichen innerstädtischen Verkehr werden. Per Smartphone wird das geparkte Auto vor die Haustür geholt, das Fahrtziel eingeben und gestartet. Unter diesen recht unkomplizierten Umständen muss sich das Auto nicht unbedingt im Eigentum des Fahrers befinden. Digitale Mietsysteme, die den Besitz absichern, wenn ein eigenes Auto gewünscht wird, wären denkbar und wirtschaftlich. Alles viel besser, als sich in einen überfüllten Bus zu quetschen.


Voraussetzung für den Erfolg des autonomen E-Autos für den Überlandverkehr auf unseren Autobahnen mit einem hohen Verkehrsanteil von LKWs wäre bei der gegenüber der Innenstadt immer noch relativ hohen Geschwindigkeit eine Begrenzung auf z. B. maximal 100 km/h sowie der Ausschluss nicht autonom fahrender Autos bzw. LKWs. Grundsätzlich wäre die Situation für den skeptischen deutschen Autofahrer sehr viel entspannter, wenn man den ebenfalls autonom fahrenden LKWs eigene Autobahnen bauen oder zumindest eine nicht zu verlassende zusätzliche Spur reservieren würde. Bedingungen, die jedoch so schnell nicht umgesetzt werden können. Eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Schnellstraßen klingt zunächst einmal aberwitzig. Bei den heute vielen Staus und Verkehrsstillständen auf deutschen Autobahnen wären viele Fahrer froh, diese Geschwindigkeit überhaupt erreichen zu können. Übrigens auf den US-Highways geht es zumeist auch nicht schneller, bereits heute.

 

 


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Gerald Balser

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