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Automatisiertes Fahren –

die Chance der deutschen Automobilindustrie

Gerald Balser, 22. März 2018


Die Bestrebungen zur Elektrifizierung des Automobils war für Deutschlands Autobauer als Marktführer beim Verbrennungsmotor eine große Gefahr, aber nicht zu verhindern. Die Einsicht kam spät, aber anscheinend nicht zu spät, denn die deutschen Hersteller geben mächtig Gas. Nun wollen sie auch bei der Elektrifizierung wieder die Nummer 1 in der Auto-Welt werden. Und die Chancen stehen gut, denn das Vorzeigeunternehmen der Umweltschützer Tesla schwächelt und macht deutlich, dass es zwar leicht ist, teure Luxusautos mit Elektromotor zu bauen, aber die Luft dünn wird, wenn es darum geht, ein für die Masse der Autofahrer bezahlbares E-Auto anbieten zu können. Dies ist das Revier  der etablierten Massenhersteller. Umso erstaunlicher ist die Nachricht, dass die Deutsche Post in Zusammenarbeit mit der TH Aachen für ihre Zusteller einen kleinen E-Lieferwagen baut und diesen inzwischen auch Dritten zum Verkauf anbietet, sogar zu ganz akzeptablen Preisen.

 

Aber ein Auto besteht nicht nur aus einem Motor und vier Rädern. Die eingebaute Technik differiert je nach Verwendung und Anspruch gewaltig. Inzwischen findet man in Kleinwagen, wie z.B. dem VW Polo, Ausstattungen hinsichtlich Luxus und Fahrassistenz, die man vor wenigen Jahren nur in den Oberklassenautos bekommen hätte. Automatisierung und Vernetzung bieten die Chance, die Herausforderungen der Globalisierung und Urbanisierung erfolgreich zu bewältigen, weil Autofahren damit effizienter, sicherer und umweltverträglicher wird. Diese schwierige Aufgabe verlangt eine hohe technische Kompetenz und Innovationsfähigkeit, die bei den leistungsfähigen deutschen Autoherstellern vorhanden ist. Diese fantastischen Innovationen könnten der deutschen Automobilindustrie eine weitere Führerschaft verschaffen. Unterstützung bei dem Ziel, Vorreiterrolle in dieser Technologie zu übernehmen, erhält die deutsche Automobilindustrie von der Bundesregierung durch das Versprechen, die entsprechenden Voraussetzungen hinsichtlich Infrastruktur, Recht, Innovation, Vernetzung sowie IT-Sicherheit und Datenschutz zu schaffen.


Bereits auf der IAA 2017 in Frankfurt ließen die deutschen Premiummarken Audi, BMW und Mercedes keine Zweifel aufkommen. Die Automobile Zukunft wird zwar elektrisch sein, aber die größten Veränderungen wird die Digitalisierung des Autos zusammen mit dem autonomatisierten Fahren bringen. Ein Anfang ist bei Audi mit dem neuen A8 bzw. bei Mercedes mit der S-Klasse bereits gemacht. Schritt für Schritt – international Level genannt – wird der Fahrer durch die Technik abgelöst werden. Das Smartphone wird zum Chauffeur. Ganz neue Aussichten für Jugendliche ohne Führerschein und nicht mehr fahrtüchtige Senioren. Audi wird sehr bald den bereits serienreifen "ELAINE" auf den Markt bringen. Die wahrscheinlich gar nicht so ferne Zukunft wird aber dem Concept Car "Aicon“ gehören, der ganz ohne Lenkrad und Pedale auskommt (höchste Stufe Level 5) und auf der letzten IAA bereits bestaunt werden konnte. Die beiden anderen deutschen Premiummarken Mercedes und BMW stehen da keinesfalls zurück und zeigten auf der IAA ähnliche Vorstellungen von der automobilen Zukunft. Bei Mercedes heißt die "EQA" bzw. "EQ" und bei BMW „Vision Dynamics“. 

Die Versuche der Umweltschützer, den Individualverkehr zu Gunsten der öffentlichen Verkehrsmittel möglichst ganz verschwinden zu lassen, scheinen angesichts dieser Perspektiven eher nicht von Erfolg gekrönt zu werden. Das autonome Auto hat sogar das Potential, die Vorteile der öffentlichen Verkehrsmittel mit den Vorteilen des Individualverkehrs zu verbinden. Verkehrstote bzw. Verletzte, aber auch Strafzettel und Fahrverbote könnten der Vergangenheit angehören. Per Smartphone wird das geparkte Auto vor die Haustür geholt, das Fahrtziel eingeben und gestartet. Nun bleibt Zeit zum Zeitunglesen. Das geräumige E-Auto wird zu einem zusätzlichen Lebensraum, zum Arbeitszimmer, Wohnzimmer und sogar zum Ruheraum. Das autonome Auto wird in der Lage sein, dem Fahrer etwas ganz Kostbares zu schenken: zusätzliche Zeit.


Das Thema autonomes Auto hat durch den tödlichen Unfall einer Fußgängerin mit einem Versuchsfahrzeug der amerikanischen Firma Uber in Kalifornien traurige Aktualität gewonnen. Auch wenn es so sein sollte, dass ein menschlicher Fahrer diesen Unfall auch nicht hätte verhindern können, bleibt die Frage nach dem offensichtlichen Versagen der Sensoren offen. Der Unfall macht deutlich, dass die technischen Voraussetzungen für ein automatiertes Fahren auf dem höchsten Level zurzeit noch nicht erfüllt sind.







 

 


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Gerald Balser

Gerald Balser

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