VW hat den Tiguan geschrumpft

Gerald Balser, 3. Juli 2019

Bild-Quellen: privat

 

Das neue Mini-SUV von VW ist für unter 18.000 € zu haben

Verdammt! Wie viel soll der Testwagen kosten? 33.040 € Listenpreis. Wie bitte? Dafür bekommt man ja einen VW Tiguan. Ganz ruhig! SUVs sind zwar grundsätzlich etwas teurer, aber so viel Geld muss man für den neuen VW T-Cross nun wirklich nicht ausgeben. Das Grundmodell des T-Cross ist laut Preisliste bereits für schlappe 17.975 € zu haben. Dieser komplett ausgestatte Testwagen ist keine Kaufempfehlung von VW. Er soll lediglich alle Optionen aufzeigen. Und die Liste der Sonderausstattungen ist für einen Kleinwagen wie den T-Cross erstaunlich lang. Man darf dies VW aber nicht als Preistreiberei vorwerfen, im Gegenteil, denn vor wenigen Jahren waren viele der heute beim T-Cross angebotenen Features ausschließlich großen, teuren Modellen vorbehalten.

 

Für die meisten Kunden gilt immer noch: große Autos sind teuer und kleine Autos billig. Für den Preis eines Autos ist aber nicht die Menge des verbauten Blechs, sondern die Quantität und Qualität der eingebauten Technik entscheidend. Bei großen Autos gibt es somit für eine üppige Ausstattung genug Spielraum, während bei kleinen Autos an der Ausstattung gerne gespart wird, um sie nicht unverhältnismäßig zu verteuern. Im Zuge des Downsizings entstand inzwischen ein neues Denken. Ein kleines Auto wird immer öfter gekauft, nicht weil es billiger, sondern weil es praktischer ist. Auf Komfort und vor allem auf Sicherheit will der Käufer natürlich nicht verzichten. Dann kann aber auch ein Kleinwagen nicht mehr billig sein.

 

Eigentlich ist der T-Cross ein SUV-Polo

Der neue VW T-Cross steht auf der Plattform des VW Polo (im VW-Jargon „Modularer Querbaukasten“ MQB-A0) und zählt wie sein Bruder Polo zu den Kleinwagen. Mit einer Fahrzeuglänge von 4,11 m ist er aber immerhin 5 cm länger. Was ihn vom Polo deutlich unterscheidet, ist die Fahrzeughöhe von 1,58 m. Er ist damit stattliche 13 cm höher als der Polo. Dieser neue „Volkswagen“ wirkt trotz seiner kompakten Außenabmessungen nicht wie ein Kleinwagen. Ein Vergleich mit dem Polo kommt nicht in den Sinn. Bedingt durch die hohe Sitzposition (10 cm höher als im Polo) steigt man in den T-Cross ein wie in einen großen SUV. Auch das Raumgefühl innen erinnert eher an den Tiguan. Alle vier Insassen haben viel Bein-, Ellenbogen- und Kopffreiheit. Aber eine Familienkutsche ist der T-Cross trotzdem nicht, dafür ist der Kofferraum zu klein (385 l). Wer allerdings nur zu zweit unterwegs ist, kann bei Bedarf die Rücksitzbank bis zu 14 cm verschieben und schafft damit viel Platz für das Reisegepäck (455 l). Ganz praktisch sind die Reserveradmulde (ein Reserverad gibt es nicht mehr) unter dem planen Ablageboden und die vielen kleinen Ablagen im Innenraum. Ein Schmankerl ist unter dem Fahrersitz die Ablage für das Bordbuch zur Entlastung des Handschuhfachs. Für den Transport sperriger Gegenstände lässt sich die Rücksitzbank zu einer flachen Ladefläche umklappen bzw. für lange Gegenstände (Beispiel von VW: Surfbrett) lässt sich zusätzlich der Beifahrersitz umklappen. Das Cockpit stammt aus dem VW-Baukasten. Neu ist nur das Multifunktionslenkrad. Es hat aber lediglich eine andere Form. Die Tasten und deren Anordnung sind im Prinzip unverändert. Wie bei VW üblich befindet sich hinter dem Lenkrad serienmäßig nur eine analoge Anzeige und direkt rechts daneben das Display für das Infotainment System, schön eingefasst und nicht draufgeklebt. Für die Verkleidung des seitlichen Innenraums und des Dashboards hat VW preisgünstiges Hartplastik und nicht wie gewohnt teures Softplastik verwendet. Am falschen Platz gespart? Nein, billig sehen die stylischen Dekors der verschiedenen Ausstattungsmodelle nicht aus. Man sollte als Käufer aber darauf achten, dass die Farben harmonieren. Das R-Line-Dekor „Race“ des Testwagens wirkt sogar besonders edel.


VW zielt mit dem T-Cross nicht ausschließlich auf den gesetzteren SUV-Fahrer, sondern will offensichtlich auch die Jugend für diesen Mini-SUV gewinnen. Ein Gelingen ist nicht unwahrscheinlich, denn durch seine Kompaktheit wirkt der VW T-Cross dynamischer und jugendlicher als der große Bruder Tiguan, irgendwie knuffig. Dazu passt das an den Porsche Macan erinnernde markante schwarze Reflektorenband (leider kein Heckleuchtenband) zwischen den LED-Heckleuchten. Der Namenszug ist wie bei allen neuen VW nun im Heck mittig unter dem VW-Lollipop angebracht. Speziell für die junge Zielgruppe hat VW das attraktive „Design Paket“ mit flotten Farben im Angebot. Die Sitzbezüge und das Cockpit inkl. Mittelkonsole sind mit den drei Lackierungen „Schwarz, Energetic Orange und Bambus Green“ farblich abgestimmt. Die farbigen Leichtmetallräder runden den jugendlichen Look ab.

 

Listenpreise

  

Motor  

  

Leistung
  (PS)

  

Ver-brauch
  (l)

  

V-max
   (km/h)

  

Beschleu-
  nigung
  (s)

  

CO2
  (g)

  

Effizienz-klasse

  

Basis
  (€)

  

Life
  (€)

  

Style
   (€)

BENZIN

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

 

1.0 TSI  OPF

  

95

  

  

 4,9

  

  

180

  

  

11,5

  

  

112

  

  

B

  

  

17.975

  

  

20.075

  

  

------

 

1.0 TSI  OPF

  

115

  

  

 4,9

  

  

193

  

  

10,2

  

  

112

  

  

B

  

  

19.400

  

  

21.500

  

  

23.700

 

1.0 TSI  OPF
7G-DSG

  

115

  

  

 4,9

  

  

193

  

  

10,2

  

  

112

  

  

B

  

  

20.900

  

  

23.000

  

  

25.275

  

  

DIESEL

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

  

  

 

 

1.6 TDI  SCR

  

95

  

  

 4,2

  

  

180

  

  

11,9

  

  

110

  

  

A

  

  

20.425

  

  

22.525

  

  

24.725

 

1.6 TDI  SCR
7G-DSG

  

  

95

  

  

 4,2

  

  

180

  

  

12,5

  

  

110

  

  

A

  

  

21.025

  

  

24.025

  

  

26.300

  

Bereits das Grundmodell ist sinnvoll ausgestattet

Hier eine positive Überraschung. Bei VW war das Grundmodell traditionell untermotorisiert und sparsamst ausgestattet. Für den Verkauf eigentlich nicht gedacht, diente es ausschließlich einem angestrebten guten Preisimage. Der neue VW T-Cross dagegen startet mit satten 95 PS. Zur Verbesserung des Nutzwertes hat die Basis-Ausstattungslinie die bereits erwähnte praktische Rücksitzbank. Serie ist das Radio „Composition Colour“ mit MP3-Wiedergabefunktion und optionalem CD-Laufwerk. VW hat aber auch den Sicherheitsstandard erhöht. Das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion kann laut VW bei einem drohenden Auffahrunfall helfen, die Unfallschwere zu mindern oder – im Idealfall – den Unfall zu vermeiden. Mit dem Spurhalteassistenten „Lane Assist“ bleibt der Wagen in der Spur und im Falle eines Ernstfalls verbindet das integrierte Notrufsystem „eCall“ direkt mit der Volkswagen Notrufzentrale, um wichtige Informationen an den Rettungsdienst weiterzuleiten. Der Lane Assist im T-Cross ist aber nur eine abgespeckte Version. Besser wäre, den Wagen mittig in der Spur zu halten. Die 95 PS mögen für viele Fahrer ausreichend sein. Was mir weniger gefällt, ist das 5-Gang-Schaltgetriebe. Vielleicht Absicht, um den Käufer zumindest zum 115 PS-Modell mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe zu bewegen.

 

Meine  Empfehlung: der VW T-Cross Style mit dem 115 PS-Motor und dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe DSG

Ich bin ein erklärter Befürworter von serienmäßig sehr gut ausgestatteten Autos. Dies befreit den Käufer von der Qual der Wahl und die Ausstattungen können dann billiger kalkuliert werden. Daher ist mein Favorit das Ausstattungsmodell „Style“ mit dem 115 PS-Motor und dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe DSG zu einem Listenpreis von 25.275 €.


Auf der Straße merkt man es sofort. Mit dem 115-PS-Benzinmotor ist man keinesfalls untermotorisiert. Er ist spritzig und bringt den T-Cross  laut Werksangabe in 10,2 Sekunden auf 100 km/h und der Sprint soll immerhin bei 193 km/h Höchstgeschwindigkeit enden. Keine schlechten Werte für einen so gar nicht auf Windschnittigkeit getrimmten SUV. Auf die Überprüfung dieser Angaben und auf einen Elchtest habe ich bewusst verzichtet. Mich interessiert in erster Linie die Alltagstauglichkeit dieses Mini-SUVs auf unseren Straßen, zumal angegebene Höchstgeschwindigkeiten heute eigentlich nur noch einen theoretischen Wert haben. In ganz Europa gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen und wegen des enormen Verkehrsaufkommens und der vielen Staus de facto auch in Deutschland. Die gute Motorleistung des Testwagens ermöglicht jedenfalls stressfreies Überholen bei erstaunlich niedrigen Motorgeräuschen – eher ein Säuseln -  und eine gute Reisegeschwindigkeit. Viel Wert hat VW offensichtlich auf den Fahrkomfort des T-Cross gelegt. Das sehr gut abgestimmte Fahrwerk und der verhältnismäßig große Radabstand schlucken Unebenheiten locker weg, was bei unseren inzwischen maroden Straßen sehr angenehm ist. Den guten Eindruck runden die komfortablen Sitze mit Seitenhalt ab, die übrigens aus dem klassenhöheren T-Roc stammen. Insgesamt kann man diesem kompakten SUV unbedingt gute Reisequalitäten bescheinigen. In diesem Zusammenhang erstaunt mich, dass VW in seiner Werbung den T-Cross bescheiden als City-SUV bezeichnet. Aber wahrscheinlich hat man dabei eher an die City-freundlichen Abmessungen und das fehlende Allrad gedacht. Wem die 115 PS nicht reichen, ab Herbst soll ein noch stärkerer Motor mit 150 PS angeboten werden.    

 

Die Amerikaner machen es uns vor. Dort werden Autos ohne Getriebeautomatik kaum angeboten. Wer diesen Fahrkomfort im Stau einmal erlebt hat, will auch bei kleinen Autos nicht mehr darauf verzichten. Das DSG des T-Cross erfüllt alle Ansprüche. Es schaltet geschmeidig ohne zu rucken. Der von mir gemessene Spritverbrauch von durchschnittlich 6,5 Litern (auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit 130 km/h unter 6 Litern) dürfte nicht nur SUV-kritische Umweltschützer beruhigen. Unter diesen Umständen ist auch ein 40-Liter-Tank ausreichend. Erkauft wird dieser Erfolg durch den kleinen 1,0 Liter-Motor mit nur drei Zylindern. Benötigt man bei solch geringen Verbrauchswerten in dieser Klasse überhaupt noch das Angebot des inzwischen technisch sehr aufwendigen und dadurch ca. 2.500 € teureren Diesels?

 

Beim recht gut ausgestatteten Modell „Style“ könnte Schluss sein mit der Einkaufstour, denn einige sinnvolle Features gibt es jetzt serienmäßig: Der „Blind Spot Sensor“ im Außenspiegel warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel. Beim Rückwärtsparken kann der integrierte Ausparkassistent den Bereich hinter dem Fahrzeug überwachen und vor querendem Verkehr warnen. Klimaanlage, Einparkhilfe vorn und hinten und sogar die attraktiven und recht teuren LED-Scheinwerfer sind ebenfalls Serie. Die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen erbringen eine gute Proportion, die Sport-Komfortsitze schonen den Rücken bei längeren Fahrten und die Ambientebeleuchtung taucht den Innenraum in ein dezentes Licht.

 

Mein Favorit: die R-Linie von Volkswagen R


An der sportlich-eleganten R-Linie (1.590 €) komme ich nicht vorbei. Durch die deutlichen Veränderungen der Frontpartie, des Hecks und sogar der Seitenansicht glaubt man ein anderes Fahrzeug vor sich zu haben. Der T-Cross mutiert zum Life-Style SUV. Der typische R-Line-Look ist gekennzeichnet durch einen schwarz genarbten Kühlergrill. Die Stoßfänger vorne und hinten sowie die Türschweller seitlich sind in Wagenfarbe gehalten. Zu diesem sportlich-eleganten Erscheinungsbild passt nicht die Serienfarbe „Uranograu“. Der Konfigurator verweist auf die Sonderfarbe „Deep Black Perleffekt“ (495 €) und die serienmäßigen 17-Zoll Leichtmetallfelgen „Sebring“ in Grau Metallic. Die attraktiven 18-Zoll LM-Felgen „Nevada“ mit 215/45 R 18 Reifen (595 €) könnte man sich sparen. Sie füllen die großen Radausschnitte aber optisch besser aus. Viele attraktive Farben stehen zur Verfügung, aber Vorsicht, nicht alles ist miteinander kombinierbar. Das Weiß des Testwagens „Pure White“ (205 €) ist in der Beliebtheit inzwischen das neue Schwarz und ist bei den immer heißer und länger werdenden Sommern kein Fehlkauf. In den Print-Medien häufig abgebildet sind die beiden besonders spektakulären, aber auch teuren Metallic-Farben „Reef Blue Metallic“ (495 €) bzw. „Makena-Türkis Metallic“ (645 €). Das R-Line Logo im Kühlergrill, seitlich in den vorderen Design- bzw. in den Einstiegsleisten sowie im sportlich gestalteten Multifunktionslenkrad rundet den Eindruck ab. Auch der Innenraum macht einen hochwertigen Eindruck. Der Dachhimmel ist in Schwarz gehalten und die Fußmatten sind mit einer Ziernaht verstärkt. Besonders auffällig sind die Sportsitze in Stoff/Mikrofaser „Carbonflag“ und ArtVelours mit Ziernähten und dem gestickten R-Line Logo. Brems- und Gaspedale sind aus Edelstahl. Das R-Linie-Paket bekommt man nicht ohne das Radio „Composition Media“ (440 €) mit der Navigationsfunktion „Discover Media“ (595 €). Nicht gerade billig, macht aber auch unabhängig vom R-Linie Paket absolut Sinn.

Weiterhin zu empfehlen ist das modern wirkende digitale, mehrfarbige „Active Info Display“ hinter dem Lenkrad (400 €). Es informiert vielfältiger und überschaubarer als die analoge Version. Die abgedunkelte Heckscheibe bzw. die Seitenscheiben hinten (220 €) schützt vor der Sonne, sehen aber vor allem gut aus. Anklappbare elektrische Außenspiegel verhindern ein Abfahren beim Parken bzw. in engen Gassen und machen darauf aufmerksam, wenn man vergessen hat, sein Auto abzuschließen(170 €). Mein Favorit addiert sich auf stolze 28.687 €. Viel Geld für einen Kleinwagen, aber nicht zu viel für dieses hoch attraktive Auto.


Mit dem VW T-Cross „auf dem Weg zum autonomen Fahren

Mit Hilfe intelligenter Fahrerassistenz-Systeme, die VW in dem Begriff „IQ.Drive“ zusammengefasst hat, befindet sich VW - auch beim kleinen SUV T-Cross - bereits auf dem Weg zum autonomen Fahren. Bis zum obersten Level 5 (Full Automation) ist aber noch ein langer Weg. Im T-Cross dient die moderne Digitaltechnik vor allem der Vermeidung von Unfällen. Leider ist nur ein geringer Teil serienmäßig.

 

Ein Muss ist die optionale automatische Distanzregelung „ACC“ (255 €). Sie hilft, eine zuvor eingestellte Höchstgeschwindigkeit sowie Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten. In Verbindung zum DSG kommt es bis zum Stillstand. Der gefürchtete Auffahrunfall ist somit unmöglich. Ein besonderes Schmankerl ist der Parklenkassistent mit Einparkhilfe (150 €) und Rückfahrkamera (280 €). Ob bei diesen geringen Abmessungen die beiden Sonderausstattungen wirklich nötig sind, muss jeder selbst entscheiden. Eine große Hilfe sind sie allemal, denn der Assistent macht auch ganz kleine Parklücken (längs oder quer) interessant. Im Vorbeifahren wird der Parkplatz ausgemessen und danach angezeigt, ob ein Einparken möglich ist. Nun muss der Fahrer nur noch den Rückwärts- bzw. Vorwärtsgang einlegen, Gas geben und nach Signal bzw. durch die Kontrolle über die Rückfahrkamera bremsen. Das Lenken erfolgt autonom. Für mehr Fahrsicherheit sorgt der „Light Assistent“ (155 €) mit Regensensor und automatischer Umschalten von Fern- und Abblendlicht und das Licht- und Sichtpaket (150 €), das bei Dunkelheit die Außenbeleuchtung der „Coming home-“ und „Leaving home-Funktion“ nutzt.

 

Wer viel Geld übrig hat

Was danach kommt, ist Komfort und Luxus pur, der sehr viel Spaß machen kann, aber den man beim Wiederverkauf wahrscheinlich kaum bezahlt bekommt. Am ehesten zu empfehlen ist das angenehme Extra „Keyless Access“ (375 €), bei der man den Autoschlüssel in der Tasche lassen kann, einfach die Wagentür öffnet und per Push-Knopf das Auto startet. Der Kauf der Diebstahlswarnanlage (300 €) ist dabei leider obligatorisch und die Bestellung somit eigentlich zu teuer. Die Sprachbedienung (225 €) erspart die Rumfummelei. Man muss nicht mal mehr einen Blick auf den Bildschirm werfen. Die Sonderausstattung „Telefon Comfort induktiv“ (465 €) ermöglicht die Freisprache während der Fahrt und die induktive Ablage längs in der Mittelkonsole. Die Aufladung ist aber auch ohne Aufpreis über Kabel möglich. Die „App Connect und Media Control“ (225 €) bringt das Smartphone oder Tablet auf das Display des Infotainment-Systems und kann mit Hilfe des Touchscreens bedient werden. Damit könnte man sich das teure Navi sparen, wenn es die Funklöcher nicht gäbe und das Roaming außerhalb der EU kostenlost wäre. Der digitale Radioempfang (245 €) verbessert die Radioqualität und erhöht die Senderauswahl. Lendenwirbelstützen (120 €) sind eine nach vorne gerichtete Ausbuchtung in der Rückenlehne des Autositzes und sollen Vielfahrern vor Ermüdung und Rückenschmerzen schützen. Allerdings reichen die sehr guten Seriensitze normaler Weise aus. Mit der Fahrprofilauswahl (135 €) sportlich, komfortabel oder ökonomisch kann man seine Fahrweise auf Situation individuell anpassen. Antrieb, Lenkung und beim Doppelkupplungsgetriebe DSG die Schaltpunkte werden automatisch angepasst. Für die Musikfans, die auch im Auto nicht auf ihre Anlage verzichten wollen, bietet VW das Soundsystem "beats" (500 €), mit 6 Lautsprechern, einem digitaler 8-Kanal-Verstärker, Subwoofer und 300 Watt Gesamtleistung an. „Bei so viel Oberklasse-Feeling stört irgendwie die konventionelle Handbremse. Leider kann die elektronische Feststellbremse entweder nur serienmäßig oder gar nicht angeboten werden. Bei dem für den Einbau notwendigen technischen Aufwand stellt sich die Frage nach dem Ertrag.

 

Die direkten Konkurrenten des VW T-Cross

SUVs liegen voll im Trend, denn das SUV scheint Komfort mit Nützlichkeit und einem Gefühl der Sicherheit ideal zu kombinieren. VW  hat auf diesen Trend traditionell spät reagiert. Ein Copyright gibt es allerdings nicht. Wer hier später kommt, den bestraft der Markt offensichtlich nicht, im Gegenteil, der hat aus den Fehlern der anderen gelernt. So wurde VW mit seinen späten Versionen fast immer Marktführer. Auch beim Segment kleine SUV war die Konkurrenz schneller und mit dem Audi Q2 bzw. dem Seat Arona sogar die im eigenen Haus. Nur Skoda zieht mit seinem Kamiq noch später nach. Die anderen direkten Konkurrenten sind: Citroen C3 Aircross, DS 3 Crossback, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Kia Stonic, Nissan Juke, Peugeot 2008, Renault Captur und Suzuki Vitara.

 

Fazit

Der neue VW T-Cross ist ein kompaktes, vollwertiges Auto, geeignet für sehr viele Zielgruppen, also ein echter „Volkswagen“, aber keine Familienkutsche. Sein bulliges, stark an den VW Tiguan erinnerndes Design und die so beliebte hohe Sitzposition machen den VW T-Cross unmissverständlich zum SUV, auch ohne Allrad. Bei dem sehr guten Fahrkomfort und den exzellenten Fahrwerten des leisen 115-PS-Motors lässt es sich angenehm reisen. Wer häufig eine Parklücke sucht oder in enge Parkhäuser fährt oder nur wenig Breite für zwei Autos in seiner Garage hat, wird sich über die geringen Abmessungen des T-Cross freuen, auch über die geringen Spritverbräuche. Der VW T-Cross ist der lebende Beweis dafür, dass ein SUV nicht unbedingt ein Umweltverschmutzer sein muss. Das Angebot des VW T-Cross an Leistung und Technik bei einem vernünftigen Preis und sein smartes Konzept „außen kompakt und innen geräumig“ werden den Wettbewerb in diesem Segment tüchtig anheizen und könnten sogar zu einer ernsten Herausforderung für die Kombilimousinen der Golf-Klasse werden, lange Lieferfristen inklusive. Dieses gelungene Konzept sollte eigentlich der Standard für Kleinwagen werden.

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. An diesen Satz des großen Reformators Martin Luther musste ich bei der Vorstellung des neuen VW T-Cross angesichts der ambitionierten Zukunftsplanungen von VW in Richtung Elektromobil denken. Ich jedenfalls wünsche dem pfiffigen VW T-Cross ein langes Leben.

 

 

 


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Gerald Balser

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