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Paradigmenwechsel bei VW

Gerald Balser, 27. Dezember 2018


Volkswagen macht ernst mit der E-Mobilität. Aufgrund der scheinbar weltweit nicht mehr umkehrbaren umweltpolitischen Entwicklungen werden die Planungen von VW ehrgeiziger und rasanter. Anstatt der ursprünglich angekündigten Investitionen in Höhe von ca. 20 Milliarden Euro bis 2030 hat kürzlich der Aufsichtsrat bis Ende 2022 mehr als 34 Milliarden Euro für E-Autos, autonomes Fahren und die Digitalisierung genehmigt. Das Signal ist eindeutig: VW glaubt nicht mehr an die Zukunft des Verbrennungsmotors und wird sich mittelfristig von ihm verabschieden. Dazu passt auch die Nachricht, dass VW Anfang 2019 in Wolfsburg eine konzerneigene mobile Schnellladestation für gleichzeitig vier E-Autos, eine Art Powerbank, testen will. Der Ladevorgang würde angeblich durchschnittlich nur 17 Minuten dauern. Ist die Station leer, kann sie einfach ausgetauscht werden. Bei einem positiven Testergebnis will VW die Schnellladestationen in Deutschland flächendeckend verteilen.

 

Ähnlich wie damals der Passat, der ein Symbol für den neuen Wind bei VW war, könnte auch das E-Auto als Zeichen für ein Umdenken bzw. einen in die Zukunft gerichteten Blick, für einen Paradigmenwechsel von VW genutzt werden. Wegen der vielen für den Verbrennungsmotor wegfallenden typischen Teile (Kühler, Auspuffanlage, usw.) sollte das E-Auto eigentlich preiswerter sein. Leider sind aber die Akkus immer noch extrem teuer und treiben den Fahrzeugpreis über den des Benziners hinaus. Im Rückschluss wird klar, dass der Fahrzeugpreis nicht das Argument für den Kauf eines E-Autos sein kann. Dadurch entfällt aber auch das Argument für das Angebot eines sparsamst ausgestatteten Grundmodells. Der Käufer eines E-Autos will ein vernünftiges, sinnvoll ausgestattetes Fahrzeug. Es könnte eine Win-Win-Situation entstehen. Serienmäßig eingebaute Ausstattung bringt Kostenvorteile, die größtenteils an den Kunden weitergegeben werden könnten.

 

Neu konzipierte, reine E-Autos bieten auf gleicher Grundfläche deutlich mehr Platz im Innenraum. Die zurzeit übliche Einordnung in die Fahrzeugklassen verlöre seine Gültigkeit. Ein E-Auto mit den Abmessungen eines aktuellen VW Golfs müsste eher der Mittelklasse zugerechnet werden. Ein höherer Preis wäre auch aus diesem Grund gerechtfertigt. E-Autos brauchen ein eigenes Profil. Es muss bereits äußerlich als solches zu erkennen sein. Dies erreicht man am einfachsten durch ein eigenständiges Design und durch eine eigenständige Farbgebung. Mit einem nahezu voll ausgestatteten E-Auto und einer limitierten Farbgestaltung könnte VW auf die unsägliche Praxis der individualisierten Kundenbestellung (Konfigurator) fast ganz verzichten und VW hätte damit sogar die Möglichkeit, seine Händler im Voraus zu beliefern. Ähnlich wie in den USA könnte der Kunde seinen Neuwagen direkt vom Hof des Händlers kaufen: Keine langen Lieferzeiten, keine zusätzlichen Überführungskosten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Gerald Balser

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