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Auto und Verkehrswende

Gerald Balser, 31. Oktober 2021


Der Umwelt- und Klimaschutz verlangt nach einer Verkehrs- und nach einer Energiewende, dabei sind wir schon Mittendrin. Die Verteuerung der fossilen Energiegewinnung durch den Staat, damit der Bürger lieber emissionsfreien Strom verbraucht, findet bereits statt. Dabei hilft der Markt fleißig mit. Die steigenden Marktpreise sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Zeiten von Energie im Überfluss vorbei sind. Dummerweise steigt in Deutschland auch der Strompreis, die Lieblingsenergie der Klimaschützer, exorbitant. Dabei sollte gerade der richtig billig sein, vor allem, wenn er durch Wind und Sonne erzeugt wird. Das Gegenteil ist leider der Fall.


Wie kann man glauben, Deutschland ohne die wichtige Braunkohle und sogar ohne die Atomenergie rasch elektrifizieren zu können? Es regiert das Prinzip Hoffnung. Unser nächster Nachbar und Freund Frankreich hat im Gegensatz zu uns einen Plan und auch ein Konzept. Frankreich setzt voll auf den billigen und zugleich emissionsfreien Atomstrom. Der hat zurzeit einen Anteil von 70 % an der gesamten Energieproduktion und soll durch den Bau neuer, moderner Atommeiler ausgebaut werden. In Frankreich ist der Strompreis nur halb so teuer wie in Deutschland, ein enormer Standortvorteil. Mit dem Erreichen der Klima-Werte aus dem Pariser Abkommen haben die Franzosen dank ihres Atomstromes kein Problem. Ähnliches gilt auch für Großbritannien und Italien.


Top 10 der weltweiten CO2-Emittenten


Länder

CO2-Emissionen

in Mio. t

globaler Anteil

in % 

 CO2-Emissionen pro Kopf 

in t

Einwohner-zahl

in Mio. 

1.

China

11.256

30,9

5,6

1.993

2.

USA

5.275

14,4

16,1

327

 

EU

4.065

11,2

8,1

446

3.

Indien

2.622

7,2

6,9

1.353

4.

Russland

1.748

4,8

12,1

145

5.

Japan

1.199

3,3

9,4

127

6.

Deutschland

753

2,0

9,1

83

7.

Iran

728

1,9

8,9

82

8.

Sükorea

695

1,8

13,4

52

9.

Saudi-Arabien

625

1,7

18,4

34

10.

Kanada

594

1,6

15,2

37








Frankreich

323

0,9

4,8

67


Italien

345

0,9

5,8

60


Großbritannien

372

1,0

5,4

67

Bezugsjahr: 2018      


Die deutschen Klima-Aktivisten suchten die volle Aufmerksamkeit der Medien für ihre Ideen. Die bekommt man schnell, wenn es um das Symbol der deutschen Leistungsfähigkeit und des Wohlstandes, das Auto, geht. Der Verbrenner wurde verteufelt und für die Verschmutzung der Umwelt und die daraus resultierenden Personenschäden bzw. die Erderwärmung verantwortlich gemacht. Gefordert wurde sein schnelles Ende. Der Verbrenner war zwar inzwischen so umweltfreundlich, wie nie zuvor, aber durch das ständige Anziehen der Daumenschrauben im kompakten Segment bereits im Bereich der Unwirtschaftlichkeit. Die Lösung soll das vollelektrische Auto sein, das mit emissionsfrei produziertem Strom geladen wird.


Ist das Elektroauto überhaupt in der Lage, das Klima zu retten? Ein kurzer Blick auf die Statistik entlarft das E-Auto als Etikettenschwindel. Die umweltschädliche Produktion der Batterie wurde nicht thematisiert.  Selbst wenn Deutschland mit einem Knopfdruck völlig klimaneutral würde, gäbe es keine signifikante Verbesserung des Welt-Klimas. Das E-Auto könnte bestenfalls die Luft in den Mega-Städten Chinas und der USA verbessern. Die deutsche Automobilindustrie hat inzwischen ihren Widerstand aufgegeben und sich angepasst. Da sie nicht auf Dauer zweigleisig fahren kann und will, hat sie nichts mehr gegen einen Ausstieg aus dem Verbrenner.


Die Befürworter einer Verkehrswende geben sich aber mit der erfolgreichen Durchsetzung des E-Autos nicht zufrieden. Dies sei nur der erste Schritt. Ziel ist es, die Bürger vom Auto auf die Schiene und Busse zu bringen. Das individuell genutzte Auto soll durch den öffentlichen Verkehr weitestgehend ersetzt werden und der Schwerpunkt der staatlichen Verkehrsausgaben sich auf Bus und Bahn konzentrieren. Am besten wäre ein Stopp der Ausgaben für Autobahnen und Fernstraßen. Bis die Schiene in der Lage ist, den Individualverkehr aufzufangen, wird sehr viel Zeit vergehen. Wollen wir dafür unsere individuelle Mobilität aufgeben?


Seit einigen Jahren versucht die Politik, nach dem Vorbild der Niederländer und Dänen, den Autofahrer aufs Fahrrad zu setzten, Nicht Appelle, das E-Bike brachte die Wende. Nun zeigte sich wiederum, dass die Politik ihre Hausaufgaben nicht macht. Ein flächendeckendes Fahrradnetz wie in den Niederlanden existiert nicht. Der Bürger wird wieder einmal in die Falle gelockt. Der signifikante Anstieg der Fahrradunfälle mit Todesfolge belegt dies.


Was bedeutet eine solche Verkehrswende für den Bürger? Die Zeiten von billiger Energie im Überfluss sind vorbei. Der Preis für Öl und Erdgas steigt unaufhörlich. Leider ist die Produktion emissionsfreien Stroms ebenfalls sehr kostspielig. Auto zu fahren, egal ob Verbrenner oder E-Auto, könnte zum Luxus und wegen der maroden und vollen Straßen (Staus) sowie der fehlenden Parkplätzen unattraktiv werden. Das wiederum würde die Umweltschützer freuen.


Die Energiewende, soweit sie überhaupt gelingt, weg von den fossilen Brennstoffen und hin zu emissionsfreiem Strom, werden Industrie und Bevölkerung teuer bezahlen. Knapper und teurer Strom in Deutschland würde ein Abwandern energieintensiver Industrien begünstigen, eine Überbelastung des Einkommens der Bevölkerung zur Folge haben und den Import von teurem Atomstrom aus den Nachbarländern notwendig machen. Ist alles nicht so schlimm? Die Verantwortlichen haben wenigstens ein gutes Gefühl und waschen ihre Hände in Unschuld.

 


AUTOMOBILMARKT

DEUTSCHLAND

www.automobilmarktdeutschland.de



Inhaber und Autor 

Dipl. Oec. GERALD BALSER

St. Pete, FL, Oktober 2016

 


Über 

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VW-Mitarbeiter 

Gerald Balser 

 IAA Frankfurt 1973


 Zentrale Marketingplanung

Wolfsburg 1974




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7. November 2021

Prof. Dr. Carl H. Hahn bekommt den Heritage Hall of Fame Award

Quelle: VW AG



31. Oktober 2021

Auto und 

 Verkehrswende




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Quellen: VW AG, Hyundai Motor Deutschland GmbH




28. Sept. 2021

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E-Mittelklasse!

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24. Sept. 2021

Nur noch kurz die Welt retten!




29. August 2021

Der neue Crossover 

VW Taigo

Taigo1
Taigo1




10. Juli 2021

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1. Juli 2021

Prof. Dr. Carl Hahn wird heute 95 Jahre alt.

Quelle: privat



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14. Juni 2021

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Hat der Verbrenner noch eine Zukunft?

Quelle:VW AG




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Quelle: privat




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Fiat 500: Kult wird elektrisch

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Was gibt es Neues in 2021?

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Wie bitte?

 


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