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Nur noch kurz die Welt retten!

Gerald Balser, 24. SEPTEMBER 2021


Der Song von Tim Bendzko trifft mit seinem Titel  „Nur noch kurz die Welt retten!“ exakt unser aufgeregtes, politisches Klima. Trotz eines Jahrzehnte währenden Friedens und Wohlstandes ist unser aller Leben angeblich in großer Gefahr. Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn es ist bereits 5 nach 12. Wenn wir nicht sofort harte Maßnahmen ergreifen, wird die Welt untergehen. Deutschland als Retter der ganzen Menschheit. Leiden wir wieder einmal an Größenwahn? Der Initiator der Klimarettungs-Bewegung, Friday for Future, ist zwar keine deutsche, sondern eine internationale Jugendbewegung, unsere ehrgeizige, intellektuelle Jugend marschiert aber ganz vorne, an der Spitze der Bewegung.


Worum geht es den jungen Leuten? Die Wissenschaft registriert schon seit vielen Jahren einen signifikanten Anstieg der Erderwärmung. Den Anstieg gibt es zwar bereits seit Jahrhunderten, aber nicht in dieser extremen Geschwindigkeit. Als Verursacher wurde der Mensch und sein Hunger nach Energie ausgemacht. Jedes Grad mehr, könnte einen deutlichen Anstieg des Meeresspiegels bewirken und das Weltwetter einerseits mit vermehrten Dürren und andererseits mit großen Überschwemmungen völlig verändern. Ziel muss es folglich sein, den Temperaturanstieg zu verringern bzw. zu stoppen. Die internationale Politik hat mit dem Pariser Klimaabkommen darauf reagiert. Die Ziele sind ehrgeizig, aber de facto für die Unterzeichner eher unverbindlich.


Die Politik in Deutschland sieht sich dagegen in der Pflicht und will als Musterschüler mit gutem Beispiel für die Welt vorangehen. Die eingegangenen Verpflichtungen sind aber nur mit einer völligen Umkehr der Energiepolitik, also nur durch ein Verbot fossiler Brennstoffe zu erreichen. Zu meiner Überraschung beträgt unser Anteil an den Emissionen nur 2 %. Unsere Möglichkeiten, das Klima zu retten, sind tatsächlich gleich Null. Vor diesem Hintergrund nehmen wir uns als Verursacher viel zu wichtig. Ohne die ernsthafte Teilnahme der drei großen Emittenten China, USA und Indien laufen all unsere teuren Maßnahmen ins Leere. Wenn die von uns angestrebte Elektrifizierung der Industrie und Gesellschaft mit ausschließlich alternativem Strom scheitern sollte, dann hätten wir ökonomisch sehr viel verloren, die Häme der Konkurrenten wäre uns gewiss und das Welt-Klima wäre natürlich nicht gerettet. Angesichts der inzwischen für uns typischen Pleiten, Pech und Pannen (Flughafen Berlin etc.) bin ich mir nicht sicher, ob wir als Vorreiter taugen.


Ist die harakirihafte Verdrängung des Verbrenners zugunsten des Elektroautos deshalb eine Dummheit? Eigentlich nicht. Das E-Auto kann das Weltklima zwar nicht retten, dafür ist es ein zu kleines Mosaiksteinchen in dem großen Puzzle. Abgesehen davon hat das E-Auto eine Reihe von Vorteilen. In nicht allzu weiter Ferne wird das E-Auto sowohl im Unterhalt, als auch in der Anschaffung die billigere Lösung sein. Mit einem zunehmenden Anteil des E-Autos wird sich die Luft in den Großstädten deutlich verbessern. Die Notwendigkeit, schnell zu reagieren, hat nicht nur den Volkswagen-Konzern, sondern die gesamte deutsche Automobilindustrie verändert. Zum Beispiel sind das traditionell vorsichtige Abwarten von VW und der Drang zum Outsourcing einer hohen Flexibilität und Geschwindigkeit sowie einer zunehmenden technologischen Unabhängigkeit von asiatischen und amerikanischen Unternehmen gewichen. Deutschland hat die klugen Wissenschaftler und Techniker, die in der Lage sind, Innovationen zu generieren. So ist es eigentlich keine Überraschung,  dass unsere Automobilhersteller mit dem E-Auto bereits auf dem Weg zur Spitze sind.  


Auch der Elektrifizierung der gesamten Gesellschaft kann ich Positives abgewinnen. Eine Klimaanlage anstatt einer aufwendigen Heizung mit den entsprechenden Heizkörpern kann ich mir in meiner Wohnung gut vorstellen. Allein mir fehlt der Glaube. Bei weiterhin hohen und wachsenden Strompreisen und einer immer noch langsamen, digitalarmen Bürokratie wird Deutschland seine sehr hoch gesteckten Ziele nicht erreichen.



AUTOMOBILMARKT

DEUTSCHLAND

www.automobilmarktdeutschland.de



Inhaber und Autor 

Dipl. Oec. GERALD BALSER

St. Pete, FL, Oktober 2016

 






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VW-Mitarbeiter 

Gerald Balser 

IAA Frankfurt 1973

Wolfsburg 1974



15. Oktober 2021

Autostandort Deutschland

Quelle: VW AG



14. Oktober 2021

VW und die 

IG-Metall



12. Oktober 2021

Vorsicht bei der Automiete im Ausland!



5. Oktober 2021

 Renault und  Atomstrom

Quelle: Renault Deutschland AG



2. Oktober 2021

VW-Weltauto ID.4 vs. Koreas Hyundai Ioniq 5

 

Quellen: VW AG, Hyundai Motor Deutschland GmbH




28. Sept. 2021

Kampf in der 

E-Mittelklasse!

Quelle: Tesla Motors



24. Sept. 2021

Nur noch kurz die Welt retten!




29. August 2021

Der neue Crossover 

VW Taigo

Taigo1
Taigo1




10. Juli 2021

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1. Juli 2021

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