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Sollte man sich heute noch einen neuen Verbrenner kaufen?

Gerald Balser, 6. Januar 2021

 

Es war eigentlich keine Überraschung, dennoch sitzt der Schock tief. An der Tankstelle stieg der Benzinpreis über Nacht zum 1. Januar um 10 Cent und Diesel wurde um 11 Cent teurer. Der Autofahrer wird sich für Jahre auf eine saftige Preiserhöhung zu Neujahr einstellen müssen, denn bis zum Jahr 2025 soll der CO2-Preis schrittweise auf 55 Euro je Tonne steigen. Der Grund dafür ist die neue CO2-Sondersteuer. Die Regierung hofft, dadurch eine Verringerung des fossilen Kraftstoffverbrauchs und damit auch der CO₂-Emissionen zu erreichen. Gleichzeitig fördert die Regierung das E-Auto massiv mit einem Umweltbonus in Höhe von maximal 10.710 € brutto. Außerdem sind E-Autos von der Kfz-Steuer befreit und Fahrer eines E-Dienstwagens zahlen nur noch ein Viertel der Pauschale für den geldwerten Vorteil.


Regierungshandeln hat das bis vor wenigen Jahren sündhaft teure E-Auto inzwischen preislich unter den Benziner gedrückt. Das war Mitte 2020 und gleichzeitig der Startschuss für den Run auf das E-Mobil. Darauf waren die Hersteller leider nicht vorbereitet. Die vorsichtig aufgebauten Produktionskapazitäten reichen nun bei weitem nicht aus, die sprunghaft angestiegene Nachfrage zu bedienen. Das Ergebnis sind überlange Lieferfristen bis zu einem Jahr. Die Hersteller sind allerdings emsig dabei, ihre Produktions-Kapazitäten schnellstens zu erhöhen.

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Quelle: VW AG

Neben dem ursprünglich hohen Betrag, den der Käufer für ein E-Auto bezahlen musste, verhinderten einige grundsätzliche Probleme der E-Technik einen Erfolg des E-Autos. Die sind inzwischen zum größten Teil gelöst. Die wenigen noch übrig gebliebenen Probleme, wie z.B. eine immer noch mangelhafte Auflade-Infrastruktur, wird in Kürze und die immer noch zu großen, zu schweren und zu teuren Akkus, mittelfristig gelöst sein. Ein schnell anwachsendes Angebot an E-Autos wird sehr bald die heute noch bestehenden Lücken schließen. Lohnt sich dann der Kauf eines Verbrenners überhaupt noch?

Quelle: VW AG
Quelle: VW AG

 VW arbeitet an einer 22 kW-Gleichstrom-Wallbox.


Die eigentliche Gefahr für den Verbrenner kommt aus einer ganz anderen Ecke. Viel eher als der Markt könnte die Politik das Ende des Verbrenners durch Verbote und Gebote beschließen. Ein Blick ins Ausland ist ernüchternd. So will der US-Bundesstaat Kalifornien ab dem Jahre 2035 nur noch Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor für den Straßenverkehr zulassen. Frankreich will ebenso wie Kanada 2040 aussteigen, Großbritannien bereits 2035 und die Niederlande gar schon 2030. Ähnlich sieht es in Irland, Schweden oder Dänemark aus, die alle in rund zehn Jahren die Verbrenner aussperren wollen. 


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In Deutschland werden Zulassungsverbote wahrscheinlich gar nicht notwendig sein. Wenn die derzeit in der Diskussion befindlichen Vorgaben der Euro-7-Einstufung kommen, wird nicht nur vielen Dieselmodellen die Luft ausgehen. Gerade für viele kleinere Fahrzeuge ist die Abgasnachbehandlung inklusiv 48-Volt-Bordnetz oder einem Plug-In-Modul zu teuer. Aber auch die Hersteller selbst stehen unter großem Druck. Die strengen Flottenziele für die CO2-Emissionen sind längst beschlossen, jetzt geht es um Schadstoffe wie NOx, die schon in vielen europäischen Städten zu Fahrverboten geführt haben. Neuwagen sollen künftig nur noch 30 mg/km NOx ausstoßen dürfen, in einem zweiten Szenario sogar nur 10 mg/km. Grenzwerte bisher: 60 mg für Benziner, 80 mg für Diesel. Kohlenmonoxid soll von 1000 bzw. 500 mg auf 300 bzw. 100 mg reduziert werden. Die Abgasvorschriften sind so hart, dass einige Hersteller ihre Kleinwagen aus dem Programm genommen haben.

 

Muss der Käufer eines Verbrenners mit einem Preisverfall seines neuen Autos rechnen? Alles spricht dafür. Die hohe Verteuerung von Benziner und insbesondere des Diesels wegen der aufwendigen technischen Lösungen machen so manches Auto unwirtschaftlich, insbesondere Kleinst- und Kleinwagen.  Dennoch, solange das Angebot an gebrauchten E-Autos immer noch eher winzig ist, dürfte der Preis für gebrauchte Verbrenner stabil bleiben. Folglich ist es viel zu früh, um bereits heute vom Kauf eines neuen Verbrenners abzuraten. 

 


AUTOMOBILMARKT

DEUTSCHLAND

www.automobilmarktdeutschland.de



Inhaber und Autor 

Dipl. Oec. GERALD BALSER

St. Pete, FL, Oktober 2016

 






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VW-Mitarbeiter 

Gerald Balser 

IAA Frankfurt 1973

Wolfsburg 1974



15. Oktober 2021

Autostandort Deutschland

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14. Oktober 2021

VW und die 

IG-Metall



12. Oktober 2021

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2. Oktober 2021

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Taigo1




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