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Wie elektrisch ist die Marke VW?

Gerald Balser, 14. Juni 2021  


Der Volkswagen-Konzern und insbesondere die Marke VW hat den Ehrgeiz, mit Hilfe ihres Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) Weltmarktführer bei den Elektrofahrzeugen zu werden. Dazu ist es notwendig, jedem aktuellen Verbrenner-VW-Modell, Schritt für Schritt, ein elektrisches Gegenstück zur Seite zu stellen. VW macht daraus kein Geheimnis, dass mit der Zeit die Verbrenner-Varianten aus dem Markt verschwinden sollen. Beide Techniken gleichzeitig anzubieten, wird für VW auf Dauer zu kostspielig.


Wie elektrisch ist die Marke VW aktuell? Wie weit ist der Elektrifizierungsprozess fortgeschritten? Ich stelle leider fest, dass VW, gemessen an seinen eigenen Ansprüchen, noch sehr hinterher hinkt. Die propagierte ID-Familie ist eher ein kinderloses Ehepaar und besteht aktuell nur aus den beiden vollelektrischen ID-3 (Gegenstücken zum Golf) und ID.4 (Gegenstück zum Tiguan). 


VW Plug-in-Hybrid-Familie


Die nahe Verwandtschaft, die Plug-in-Hybriden, betrachtet VW lediglich als Übergangstechnik, deren sich VW - vor allem zur Vermeidung von hohen Strafzahlungen an die EU wegen evtl. Überschreitung der strengen Flottenverbräuche - bedient. Daher ist VW, im Gegensatz zu Mercedes, bei der Ausweitung des Hybriden-Angebots sehr zurückhaltend. Das Facelift des T-Roc im kommenden Herbst wird wohl ohne eHbrid-Modell auskommen müssen. Das Angebot von nur sechs Fahrzeugen (Golf GTE, Passat GTE, Arteon eHybrid, Arteon Shooting Brake eHybrid, Tiguan eHybrid und Touareg eHybrid) reicht für die große Nachfrage aber nicht aus. Es fehlen in der Sammlung zumindest die beiden sehr erfolgreichen SUV T-Roc und T-Cross sowie die beiden "Bestseller" Polo und Touran. Auch für die Handwerker, die hauptsächlich Kurzstrecke fahren, hat VW kein Angebot. VW vertraut offensichtlich auf eine schnelle Entwicklung und leichte Marktakzeptanz bei den vollelektrischen Fahrzeugen und will sich mit der Übergangstechnik Hybrid nicht allzu sehr verzetteln.


VW ID.5


                                        ID.6

VW vertröstet auf den kommenden Herbst. Dann sollen die beiden vollelektrischen Fahrzeuge ID.5 - eine sportliche Coupé-Version des SUV ID.4 - und das große SUV ID.6 als das vollelektrische Gegenstück des Touareg die ID-Familie verstärken. Im Kleinwagensegment jedoch steht VW gänzlich mit leeren Händen da. Der e-up!, als einziges elektrisches Angebot,  ist schon lange ausverkauft.


                                                                          Audi Q4 e-tron Sportback

Aber wie sieht es bei den anderen Konzern-Marken aus. Audi ist dabei eine große e-tron-Familie aufzubauen und ist bestrebt - zusammen mit Porsche - eigene Premium-Plattformen zu bedienen. Vollelektrisch hat Audi mit fünf vollelektrischen (e-tron, e-tron Sportback, e-tron GT, Q4 e-tron, Q4 e-tron Sportback) und zehn Plug-in-Hybriden (A3 Sportback, A6, A6 Avant, A7, A8, Q3, Q3 Sportback, Q5, Q5 Sportback, Q7, Q8) ein breites Sortiment und gegenüber VW mehr als nur eine Nasenlänge voraus.


Porsche Taycan Cross Turismo


Porsche hat angekündigt, sich definitiv mittelfristig vom Verbrenner zu verabschieden. Vollektrisch unterwegs sind die Sportlimousine Tycan und das Sportkombi Taycan Cross Turismo. Den Plug-in-Hybrid gibt es beim großen SUV Cayenne bzw. beim Cayenne Coupé und bei der Sport-Limousine Panamera bzw. bei dem Sportkombi Panamera Sport Turismo.


Skoda Enyaq i.V.


Die sehr erfolgreiche VW-Marke Skoda lässt sich Zeit bei der Elektrifizierung. Vollelektrisch gibt es lediglich die Tiguan-Variante Enyak iV. Als Plug-in-Hybrid zu erwerben sind vier Fahrzeuge: die Mittelklasse-Limousine Octavia und ihr Kombi sowie die Oberklasse-Limousine Superb und ebenfalls ihr Kombi.


                              Cupra Born

Noch schlechter sieht es bei der aufstrebenden Marke Seat aus. Den Plug-in-Hybrid gibt es nur beim Leon und dessen Kombi sowie beim großen Mittelklasse-SUV Tarraco. Das einzige vollelektrische Fahrzeug, das sportliche ID.3-Derivat „Born“, ist der Performancemarke von Seat „Cupra“ vorbehalten. Der attraktive Born steht aber erst im September bei den Händlern.  Cupra hat immerhin drei Plug-in-Hybrid-Modelle zur Auswahl: die sportlichen Versionen des Leon und des Leon Sportstourer sowie das neu entwickelte, sportliche SUV „Formentor“, ein sehr gelungener, sportlicher Ableger des VW Tiguan.   


                                               Cupra Formentor

 


AUTOMOBILMARKT

DEUTSCHLAND

www.automobilmarktdeutschland.de



Inhaber und Autor 

Dipl. Oec. GERALD BALSER

St. Pete, FL, Oktober 2016

 






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