644833

 Aufrufe

seit 15. 09.16

 

 

WLTP anstatt NEFZ


Informationen der VW AG:

"Seit September 2017 gelten für neu auf den Markt kommende Pkw neue Verbrauchswerte, die nach dem neuen WLTP-Standard ermittelt werden. WLTP steht für Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure und initiiert ein weltweit einheitliches Testverfahren zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen. Der Verbrauch eines Fahrzeugs kann von den Angaben der Autohersteller abweichen. Die Aussagekraft der auf Grundlage des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) gemessenen Ergebnisse steht deshalb seit jeher in der Kritik. Das liegt daran, dass der Realverbrauch stark vom individuellen Fahrverhalten und der Fahrzeugausstattung abhängt. Zum Beispiel davon, ob ein Fahrzeug viel im Stadtverkehr, auf der Landstraße oder auf der Autobahn unterwegs ist. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, wird aus den theoretischen Bedingungen des NEFZ-Zyklus ein dynamischeres Fahrprofil, das auf statistischen Erhebungen und der Auswertung durchschnittlicher Nutzerprofile basiert: Insgesamt wird eine höhere Beschleunigung, eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit sowie eine höhere Maximalgeschwindigkeit berücksichtigt. Und anstatt innerstädtischen und außerstädtischen Verkehr kombiniert zu simulieren, wird das Fahrzeug jetzt in vier Phasen unterschiedlicher Geschwindigkeitsbereiche getestet. Anders als beim NEFZ, werden individuelle Sonderausstattungen beim WLTP für Gewicht, Aerodynamik und Bordnetzbedarf (Ruhestrom) berücksichtigt. Stromverbrauchende Sonderausstattungen, wie die Klimaanlage oder Sitzheizung, bleiben für das Prüfverfahren nach wie vor ausgeschaltet. Ab 1. September 2018 wird das WLTP den neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), das derzeitige Prüfverfahren, ersetzen.
                          
Ergänzend zu WLTP wird in Europa seit September 2017 nach dem RDE-Prüfverfahren gemessen. RDE steht für "Real Driving Emissions" (Reales Abgas-Emissionsverhalten). Im Gegensatz zu NEFZ und WLTP erfolgen die Emissionsmessungen nicht auf dem Prüfstand, sondern im laufenden Straßenverkehr. Die ermittelten Schadstoffemissionen (NOx und Partikel/Feinstaub) während der Fahrt im Straßenverkehr nennt man Realemissionen. Bei der RDE-Messung wird ein Streckenmix bestehend aus jeweils einem Drittel Stadt, Landstraße und Autobahn mit zufälliger Beschleunigung und Abbremsung gefahren, selbstverständlich unter stetiger Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Für die Durchschnittgeschwindigkeit in der Stadt sind zwischen 15 und 40 km/h und maximal 60 km/h vorgesehen, auf der Landstraße zwischen 60 und 90 km/h. Auf der Autobahn können 145 km/h und kurzeitig bis zu 160 km/h gefahren werden. Das Fahrzeug ist mit einer PEMS-Messbox (Portable Emission Measurement System - mobiles Emissionsmessungssystem) ausgestattet. Dieses Gerät misst den Schadstoffausstoß (Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid). Die Fahrt dauert zwischen 90 und 120 Minuten. Dabei muss die Außentemperatur zwischen -7 und +35 °C betragen, die Klimaanlange kann eingeschaltet werden."

 

Neue Autos erhalten seit 1. September 2018 vom Kraftfahrt-Bundesamt nur noch dann eine Typgenehmigung, wenn sie den europäischen Abgasnormen 6c bzw. 6d-TEMP entsprechen und dies nach der WLTP-Norm auch beweisen können (Zertifizierung). Darüber hinaus wird das Abgasverhalten auf der Straße mit einer RDE-Messunggeprüft. Das nunmehr realistische Verfahren kommt natürlich zu anderen und zwar zumeist schlechteren Ergebnissen. Viele Hersteller sind gezwungen, ihre Motoren an die neuen Normen anzupassen, genauer gesagt die Motoren müssen nachgebessert werden. Folglich müssen auch alle Kataloge und Preislisten neu gedruckt werden. Aber dies ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Bereits ab 2020 folgt die vorläufig letzte Norm 6d, also ohne TEMP = temporär.

 

Das NEFZ-Verfahren hatte den Trend zum Downsizing ausgelöst. Das neue WLTP-Verfahren könnte durch die erhöhten Anforderungen an die Antriebe diesen Trend beenden und eventuell sogar die Hubräume  wieder wachsen lassen. Das realistische neue WLTP-Verfahren wird zu einer Hybridisierung  der Verbrennungsmotoren führen. Kleine Elektromotoren auf der Hinterachse (Mildhybrid) in Verbindung mit 48-Volt-Anlagen werden zur Leistungssteigerung und zur Zurückgewinnung von Energien (z.B. beim Bremsen) verstärkt eingesetzt werden.
      
                                 

       

 

 

 

 


Die Marke von 640.000 Aufrufe überschritten!!!



Gerald Balser

Gerald Balser

Oktober 2016

 

IAA Frankfurt 1973




4. Dezember 2020

Elektroautos und Namen



2. Dezember 2020

VW Golf 8 – der beste Golf, den es je gab, aber?



30. November 2020

Wozu eigentlich noch Hybrid?



29. November 2020

VW auf dem Weg zur E-No.1?



28. November 2020

Ist unser Wohlstand in Gefahr?



25. November 2020

Der Kampf um den E-Automarkt?



22. November 2020

Autohaus ohne Zukunft?



19. November 2020

VWs bester Kompakter?



18. November 2020

Ist die Golf-Ära zu Ende?



7. November 2020

Ist die deutsche Automobilindustrie noch zu retten?




6. November 2020

Wer die Wahl hat, hat die Qual:

ID.3 oder ID.4?



2. November 2020

 VW ID.3 – kann der Golf?



30. Oktober 2020

Ist die deutsche Automobilindustrie hinsichtlich der Elektrifizierung gut aufgestellt?



27. Oktober 2020

Die E-SUV-Offensive des VW-Konzerns

Cupra Tavascan


26. Oktober 2020

Cupra Formentor


24. Oktober 2020

ID.4 vs. Tiguan



20. Oktober 2020

Modulares Baukasten-System



18. Oktober 2020

E-Konvergenz




7. Oktober 2020

Verkehrswende



6. Oktober 2020

Geht das VW-Konzept mit VW ID.3 und ID.4 auf?




4. Oktober 2020

Sollte man sich bereits heute ein E-Auto kaufen?



30. September 2020

VW bläst zur E-Offensive!



24. September 2020

Weltpremiere VW ID.4



24. September 2020

Cabriolet ade!



11. September 2020

Kann er wirklich über Wasser gehen?



19. August 2020

Ein Schreck-gespenst geht um!



19. August 2020

Assistenz-syteme helfen Leben retten!



15. August 2020

Aus der Zeit gefallen?



2. August 2020

Der neue 

VW T-Roc R



1. Juli 2020

Tanz auf der Titanic

Bildquelle:VW AG



1. Juli 2020

Carl H. Hahn wird 94

Prof. Dr. Carl H. Hahn



20. Juni 2020

VW Arteon Shooting Brake



11. Juni 2020

Konjunktur-programm

Teil 2



7. Juni 2020

Leasen anstatt kaufen



5. Juni 2020

Konjunktur-programm und das Auto



5. Juni 2020

Das Modell VW



25. Mai 2020

Corona - Teil 2



22. April 2020

VW Passat GTE Variant Facelift




14. April 2020

Wirrwarr beim Aufladen



3. April 2020

Corona und das Automobil



30. März 2020

VW vs. Tesla



19. März 2020

Eine Lanze brechen für das Komplettauto



13. März 2020

Der neue Golf oder der ID.3?


 




22. Februar 2020

Zeitalter des E-Autos?



21. Februar 2020

95 g CO2 Flottenausstoß



7. Februar 2020

Überschätzte Reichweite?



28. Januar 2020

VW-Software



3. Januar 2020

VW 2020:

ID.3 und ID.4



 

20. November 2019

VW: Vorreiter der E-Mobilität

 



13. November 2019

2020 wird elektrisch



8. November 2019

Warum einen PHEV kaufen?



11. Oktober 2019

Ich kaufe mir ein E-Auto!



























































E-Mail