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Ehrlich währt am längsten.

Gerald Balser, 3. November 2019


Das Leben lehrt: Immer, wenn es um viel Geld geht, nimmt man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Für die Hersteller von Autos wären die Folgen eines Misserfolges zu gewaltig, denn Autos sind sehr hochwertige, teure Produkte. Daher greifen Autoproduzenten, wenn notwendig, gerne einmal zu Tricks. So waren die Angaben zu den Verbräuchen ihrer Fahrzeuge gegenüber den tatsächlichen auf der Straße erzielten viel zu niedrig. Der Öffentlichkeit war dies bewusst, der Kunde konnte damit leben, aber nicht mehr nach Bekanntwerden der gefälschten Angaben zu den Emissionen. Inzwischen haben Gesetzgeber und Hersteller gelernt. Die Messmethoden wurden verändert und den wahren Gegebenheiten der Straßen und des Klimas angepasst.


Eine ähnliche Intransparenz pflegen die deutschen Automobilhersteller immer noch bei den Preisangaben. Den endgültigen Kaufpreis für einen Neuwagen zu ermitteln, ist eine Wissenschaft für sich. Eine einfache Preisliste genügt nicht. Zwar hilft heute ein sog. Konfigurator bei der Zusammenstellung des Wunschfahrzeuges, aber ohne Verkäufer geht es nicht. Nur ganz selten können Neuwagen online im Internet bestellt werden. Die Kunden besuchen weiterhin das Autohaus - mit dem Ausdruck ihres Wunschfahrzeuges in der Hand - und lassen ihre Bestellung vom Verkäufer auf dessen Computer abwickeln.


Ganz anders spielt sich ein Neuwagenkauf in den USA ab. Der Amerikaner ist gewohnt, sein neues Auto direkt vom Hof des Händlers zu kaufen. Lieferzeiten akzeptiert er nicht. Dies ist möglich, weil es anders als in Deutschland, bei dem jeweiligen Modell nicht diese Vielfalt von Ausstattungsmodellen bzw. diese Vielzahl von Sonderausstattungen und Farben gibt. Auch das in Deutschland aus der Sicht der Hersteller so beliebte Grundmodell gibt es dort nicht.


Der Dieselskandal hatte auch sein Gutes. Zumindest hat dieser offensichtlich die Grundeinstellung des Hauptverursachers verändert. VW möchte gegenüber seinem Kunden auch bei der Preisgestaltung ehrlicher sein und ihn nicht mehr mit einem unrealistisch niedrigen Einstiegspreis anlocken, um ihn danach regelrecht abzuzocken. Der endgültige Kaufpreis kann sich schon einmal gegenüber dem Einstiegspreis nahezu verdoppeln. VW ist dazu übergegangen, bei seinen neuen Modellen viele für den Kunden wichtige Ausstattungen bereits serienmäßig einzubauen. Das billigste Ausstattungsmodell „Trendline“ wird zunehmend aus dem Angebot gestrichen und eine Untermotorisierung vermieden. Weiterhin versucht VW, mit Hilfe von Ausstattungspaketen, die preislich deutlich günstiger sind als die addierten Ausstattungsdetails, die lange Liste der Sonderausstattung zu verkürzen und somit dem Kunden die Zusammenstellung seines Wunschautos zu erleichtern.


Mit dieser Verhaltensänderung ist VW gut beraten. Das Angebot eines minimalistisch, häufig mit einem zu schwachen Motor ausgestatteten Grundmodells ist und war nicht ehrlich gemeint, da es so gut wie nie bestellt wird. Das Einstiegsmodell soll lediglich einem vermeintlich positiven Preisimage dienen. Vergessen wird dabei aber die Gefahr, den Kunden zu enttäuschen, denn die Werbung verwendet für ihre Bilder ausschließlich attraktiv ausgestattete Modelle. Die Diskrepanz zwischen den Webebildern und der ausgelieferten Wirklichkeit kann enorm sein. Andererseits gibt es schon seit geraumer Zeit, sogar beim Kleinwagen, den Trend zum Kauf von gut bis voll ausgestatteten Modellen. Gibt der Hersteller bei Komplettmodellen die durch die deutlich höhere Stückzahl eingebauter Ausstattungsdetails entstandenen Kostenvorteile weiter, dann entsteht sogar eine Win-Win-Situation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Gerald Balser

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