NEUZULASSUNGEN nach KBA

"Automobilmarkt Deutschland" beschränkt sich in Anlehnung an die Statistik des KBA-Kraftfahrt-Bundesamtes auf die Marken mit einem nennenswerten Marktanteil und kommt für das Jahr 2020 auf die Zahl von 34 Anbietern. 


Der Gigant auf dem deutschen Automobilmarkt, die Marke VW, wackelt schon lange nicht mehr. Der Marktanteil von VW ging ausgehend vom Jahr 2016 mit 19,6% langsam zurück. Angesichts der Schwere des Dieselskandals waren die Marktverluste erstaunlich leicht. VW schaffte im Jahr 2017 einen Marktanteil von immerhin 18,4% , Ende des Jahres 2019 bei  18,5 % und Ende des Quartals 2020 stattliche 19,1 %. Es scheint, dass die Marke VW, aber auch der gesamte VW-Konzern für die Zukunft recht gut gewappnet ist. Audi liegt wieder bei ordentlichen 8,6 % Marktanteil, Skoda liegt mit 5,9 % direkt hinter Ford bereits an 6. Stelle und selbst die einst kränkelnde Marke Seat  hat mit 4,4 % Marktanteil alle anderen Importmarken hinter sich gelassen und liegt hinter Opel an 8. Stelle. Dies sind aber nur relative Zahlen. Die absoluten Zahlen im März hat das Corona-Virus mit einem Minus von fast 38 % gewaltig abstürzen lassen. Bei den Neuwagenhändlern sind lediglich die Werkstätten in Betrieb, außerdem sind die Zulassungsstellen geschlossen. Wahrscheinlich sind die katastrophalen Zahlen nur der Anfang. Wie hart sich das Corona-Virus auf die Neuzulassungen in den nächsten Monaten auswirken wird, will man sich gar nicht ausmalen. Jedenfalls werden sich Hersteller und Händler auf sehr schwere Zeiten einstellen müssen.


Fahrzeugneuzulassungen im März 2020 nach  KBA-Kraftfahrt-Bundesamt

Flensburg, 3. April 2020. 215.119 Personenkraftwagen ( Pkw) wurden im März 2020 neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich in den Zeiten der Corona-Krise ein Rückgang von -37,7 Prozent. Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen ging um -39,6 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 61,9 Prozent, private Neuzulassungen büßten -34,4 Prozent ein. Nach Ende des ersten Quartals des laufenden Jahres zeigte sich insgesamt ein Rückgang der Pkw-Neuzulassungen von -20,3 Prozent.

Die Rückgänge der Neuzulassungszahlen zeigten im Vergleich zum März 2019 Auswirkungen bei allen deutschen Marken, wobei die Bandbreite zwischen -20,7 Prozent bei Mini und -84,4 Prozent bei Smart lag. VW war mit 18,9 Prozent anteilsstärkste Marke.


Bei den Importmarken konnte Subaru mit +1,6 Prozent (Anteil: 0,2 %) als einzige Marke einen Neuzulassungsanstieg verzeichnen. Die Rückgänge, die sich mit Ausnahme von Subaru auch bei den Importeuren durchgängig zeigten, reichten von -2,8 Prozent bei Lexus (0,1 %) bis -63,2 Prozent bei Alfa Romeo (0,1 %). Die anteilsstärksten Importmarken waren Skoda (5,6 %), Seat (4,2 %) und Fiat (3,2 %).


Mit Ausnahme der Wohnmobile verteilten sich die Rückgänge über alle Segmente. Lediglich die Wohnmobilzulassungen lagen im März um +2,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat und erreichten einen Anteil von 3,2 Prozent. Die Kompaktklasse war mit 21,1 Prozent, trotz der um -37,2 Prozent verringerten Stückzahlen, das stärkste Segment, gefolgt von den SUVs, die einen Anteil von 20,3 Prozent bei einem Rückgang von -37,5 Prozent erreichten. Die Neuzulassungen von Geländewagen gingen um -26,2 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 10,9 Prozent. Mit -67,3 Prozent fiel der Zulassungsrückgang bei den Mini-Vans am deutlichsten aus. Ihr Anteil betrug im März 1,2 Prozent.


Die alternativen Antriebsarten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf. Bei den Hybriden zeigte sich mit 28.735 Neuwagen ein Plus von 62,0 Prozent, darunter 9.426 Plug-in-Hybride (+207,9 %). Es kamen 10.329 Elektrofahrzeuge und damit +56,1 Prozent mehr zur Zulassung als im Vergleichsmonat. Erdgasbetriebene Pkw legten mit 507 Einheiten um +8,6 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 0,2 Prozent. 82 flüssiggasbetriebene Pkw bescherten hingegen ein Minus von -89,8 Prozent (Anteil 0,0 %). Die Neuzulassung von Benzinern ging um -48,3 Prozent zurück, dennoch betrug ihr Anteil mit 107.507 Neuwagen 50,0 Prozent. 67.937  Pkw waren mit der Kraftstoffart Diesel ausgestattet. Nach einem Rückgang von -39,3 Prozent erreichten Sie einen Anteil von 31,6 Prozent.


Quelle: KBA-Kraftfahrt-Bundesamt



Marken-Neuzulassungen 2020
alphabetisch

Marke

März

2020

Februar

2020

Januar

2020

Jan - März

2020

Markt-

anteil

in %

Alfa Romeo

151

255

254

660

0,1

Audi

18.904

19.172

22.066

60.142

8,6

BMW

20.047

17.613

20.454

58.114

8,3

Citroen

3.033

4.409

4.898

12.340

1,8

Dacia

3.339

3.708

3.810

10.857

1,5

DS

217

222

366

805

0,1

Fiat

6.801

6.328

4.428

17.557

2,5

Ford

12.730

17.330

17.335

47.395

6,8

Honda

890

774

958

2.622

0,4

Hyundai

5.981

8.534

8.217

22.732

3,2

Jaguar

719

667

887

2.273

0,3

Jeep

950

1.108

1.028

3.086

0,4

Kia

4.785

5.617

4.617

15.019

2,1

Land Rover

1.244

868

1.591

3.703

0,5

Lexus

276

262

391

929

0,1

Mazda

3.048

3.515

3.526

10.089

1,4

Mercedes

 20.132

23.577

26.034

69.743

9,9

Mini

3.717

2.792

3.095

9.604

1,4

Mitsubishi

4.313

4.247

4.228

12.788

1,8

Nissan

3.825

3.330

2.983

10.138

1,4

Opel

10.851

14.031

12.279

37.161

5,3

Peugeot

3.157

4.339

5.135

12.631

1,8

Porsche

1.941

1.734

2.012

5.687

0,8

Renault

6.270

9.420

9.936

25.626

3,7

Seat

9.052

11.225

10.416

30.693

4,4

Skoda

12.113

14.870

14.295

41.278

5,9

Smart

641

695

108

1.444

0,2

SsangYong

127

119

131

  377

0,1

Subaru

522

  449

372

1.343

0,2

Suzuki

1.976

2.082

1.304

5.362

0,8

Tesla

2.263

685

367

3.315

0,5

Toyota

5.339

5.950

5.388

16.777

2,4

Volvo

3.751

4.301

 3.314

11.366

1,6

VW

40.643

44.405

48.744

133.7921

19,1

Sonstige

1.371

1.310

1.233

3.914

0,6

Insgesamt

215 119

  239.943

246.300

701 362

100,0



Marken-Neuzulassungen 2020

Rangfolge

Rang

Marke

kumulierter

Marktanteil
 in %

1. Quartal

Januar - März

März

Februar

Januar

1

VW

19,1

133.7921

40.643

44.405

48.744

2

Mercedes

9,9

69.743

 20.132

23.577

26.034

3

Audi

8,6

60.142

18.904

19.172

22.066

4

BMW 

8,3

58.114

20.047

17.613

20.454

5

Ford

6,8

47.395

12.730

17.330

17.335

6

Skoda

5,9

41.278

12.113

14.870

14.295

7

Opel

5,3

37.161

10.851

14.031

12.279

8

Seat

4,4

30.693

9.052

11.225

10.416

9

Renault

3,7

25.626

6.270

9.420

9.936

10

Hyundai

3,2

22.732

5.981

8.534

8.217

11

Fiat

2,5

17.557

6.801

6.328

4.428

12

Toyota

2,4

16.777

5.339

5.950

5.388

13

Kia

2,1

15.019

4.785

5.617

4.617

14

Mitsubishi

1,8

12.788

4.313

4.247

4.228

15

Peugeot

1,8

12.631

3.157

4.339

5.135

16

Citroen

1,8

12.340

3.033

4.409

4.898

17

Volvo

1,6

11.366

3.751

4.301

 3.314

18

Dacia

1,5

10.857

3.339

3.708

3.810

19

Nissan

1,4

10.138

3.825

3.330

2.983

20

Mazda

1,4

10.089

3.048

3.515

3.526

21

Mini

1,4

9.604

3.717

2.792

3.095

22

Porsche

0,8

5.687

1.941

1.734

2.012

23

Suzuki

0,8

5.362

1.976

2.082

1.304

24

Land Rover

0,5

3.703

1.244

868

1.591

25

Tesla

0,5

3.315

2.263

685

367

26

Jeep

0,4

3.086

950

1.108

1.028

27

Honda

0,4

2.622

890

774

958

28

Jaguar

0,3

2.273

719

667

887

29

Smart

0,2

1.444

641

695

108

30

Subaru

0,2

1.343

522

  449

372

31

Lexus

0,1

929

276

262

391

32

DS

0,1

805

217

222

366

33

Alfa Romeo

0,1

660

151

255

254

34

SsangYong

0,1

377

127

119

131

Quelle: KBA-Kraftfahrt-Bundesamt



Der Verkauf von Opel durch General Motors an die PSA-Group und die Fusion mit Fiat-Chrysler (FCA) haben die Notwendigkeit, sich auf dem Automobilmarkt nach geeigneten Partnern umzusehen, deutlich gemacht. Bei den aktuellen Tendenzen und den zukünftigen Umbrüchen in der Branche aufgrund der neuen alternativen Antriebe wird für den einzelnen Hersteller die Partnersuche immer wichtiger, denn die Herausforderungen an die sich immer rascher und revolutionär wandelnde Automobilindustrie werden ohne starke Partner nicht zu meistern sein. Bei der Suche nach Partnern ist es ratsam, sich nicht nur innerhalb der eigenen Branche umzusehen. Die digitale und elektrische Zukunft der Automobilindustrie verlangt geradezu eine Kooperation mit den neuen Playern.  Die wenigen zurzeit noch ohne Verbund agierenden Marken, wie z. B. Honda, Mazda und Suzuki, werden als "Einzelkämpfer" sehr wahrscheinlich schweren Zeiten entgegen gehen.


 


Konzern- Neuzulassungen 2020

 

Konzerne

 Januar - März
2020

Marktanteil
in %

 

Volkswagenkonzern

271.592

38,8

VW

133.792

19,1

Audi

60.142

8,6

Skoda

41.278

5,9

Seat

30.693

4,4

Porsche

5.687

0,8

PSA/FCA Group

84.240

12,0

Opel

37.161

5,3

Fiat

17.557

2,5

Peugeot

12.631

1,8

Citroen

12.340

1,8

Jeep

3.086

0,4

DS

805

0,1

Alfa Romeo

660

0,1

Daimler-Konzern   

71.187

10,1

Mercedes

69.743

9,9

Smart

1.444

0,2

BMW Group

67.718

9,7

BMW

58.114

8,3

Mini

9.604

1,4

Renault-Nissan-Mitsubishi

48.552

6,9

Renault

25.626

3,7

Mitsubishi

12.788

 1,8

Nissan

10.138

 1,4


Hyundai Motor Group

37.751

5,3

Hyundai

22.732

3,2

Kia

15.019

2,1


Toyota Motor Corp.

17.706

2,5

Toyota

16.777

2,4

Lexus

929

0,1


Jaguar Land Rover Ltd.

5.976

0,8

Land Rover

3.703

0,5

Jaguar

2.273

0,3

Quelle KBA-Kraftfahrt-Bundesamt




TOP 10 Neuzulassungen

in den beiden Hauptsegmenten

                       Limousine/Kombi                                       SUV

Nr.

Modelreihe

Jan-Feb

2020

Feb
2020

Modellreihe

Jan-Feb

2020

Feb
2020

1

VW

Golf

24.610

12.409

VW

Tiguan

12.113

4.990

2

VW

Passat

11.811

5.282

Mercedes

GLC

7.011

2.973

3

Ford
Focus

10.916

5.412

VW

T-Roc

6.828

3.043

4

VW

Polo

8.790

4.365

VW

T-Cross

4.752

2.188

5

Audi
A4

8.713

4.061

Audi

Q3

4.972

2.532

6

BMW

3er

8.708

4.364

Seat
Ateca

4.661

2.591

7

Mercedes

C-Klasse

7.266

3.72

Opel

Grandland X

4.545

2.209

8

Skoda

Octavia

7.097

3.693

Skoda
Kodiaq

3.953

2.532

9

Ford

Fiesta

6.679

3.007

BMW

X1

3.950

1.974

10

Merdedes
A-Klasse

6.326

3.559

Skoda
Kamiq

3.739

1.978

Quelle: KBA-Kraftfahrt-Bundesamt



Die Neuzulassungen des Marktführers VW Golf gehen schon seit vielen Monaten zurück, insbesondere seit dem bekannt wurde, dass zum Frühjahr 2020 die neue Generation 8 auf den Markt kommt. Mit dem Verkauf der neuen Golf-Generation hat VW erst im Monat Dezember begonnen. Außerdem setzt der Trend "weg von der Limousine hin zum SUV"  dem Golf gehörig zu.


Das Segment Limousine/Kombi wird von der Marke VW mit ihren drei Bestsellern Golf, Passat und Polo angeführt. Das stolze Bild wird lediglich vom Ford Focus gestört, der sich auf Platz drei vorgearbeitet hat. Absolut marktbeherrschend ist der VW-Konzern im Segment SUV. Der VW Tiguan ist hier mit Abstand die Nr. 1. Der neue Klein-SUV VW T-Cross hat es kurz nach der Markteinführung direkt hinter dem VW T-Roc bereits auf Nr. 4 geschafft.


Die reine Modellbetrachtung ist aber etwas für die Statistiker. Die Hersteller denken eher in Richtung Modellfamilie. Entscheidend für sie ist nur das Gesamtergebnis des Konzerns und dieses sieht für den VW-Konzern gar nicht so schlecht aus. Zusammen mit dem Audi A4 und dem Skoda Octavia sind sogar die Hälfte der Fahrzeuge der TOP 10 im Segment Limousine/Kombi VW-Konzernfahrzeuge. Im Segment SUV  sind es sogar sieben.

















 

 

 


 


 

 


 


 

 


 


 

 


 












 

 


Die Marke von 400.000 Aufrufe überschritten!!!!




Gerald Balser

Gerald Balser

Oktober 2016


Corona und das Automobil

Quelle: VW AG



VW vs. Tesla

Quelle: VW AG


Quelle: Tesla Motors


SUV als Zweitwagen



Eine Lanze brechen für das Komplettauto

Quelle: Volkswagen of America, Inc.



Der neue Golf oder der ID.3?

Quelle: VW AG



Assistenz-syteme helfen Leben retten!

Quelle: VW AG



Zeitalter des E-Autos?

Quelle: Tesla Motors



95 g CO2 Flottenausstoß




45 Jahre VW Polo

Quelle: VW AG



Autofreie Innenstadt



Was wird aus Mercedes?

Quelle: Daimler AG


Modulare Baukästen

Quelle VW AG



Überschätzte Reichweite?

Quelle: VW AG



IAA Schuldzu-weisungen

Quelle: privat


VW-Software


Quelle: VW AG



Alternative Wasserstoff?


Quelle: Daimler AG



Tempolimit auf  Deutschlands Autobahnen?



E-Auto ist nicht gleich E-Auto

Quelle: StreetScooter GmbH




VW 2020:

ID.3 und ID.4

Quelle: VW AG



E-Schlafmütze Deutschland?


Quelle: Tesla Germany GmbH



VW: Vorreiter der E-Mobilität


Quelle: VW AG



Die Batterie, das Herz des E-Autos.

Quelle: VW AG



2020 wird elektrisch


VW ID.3, Quelle: VW aG



Warum einen PHEV kaufen?


VW Golf GTE, Quelle: VW AG



Sollte man sich bereits heute ein E-Auto kaufen?


Audi e-tron Quelle: AUDI AG



Ich kaufe mir ein E-Auto!


VW ID.3 Quelle: VW AG



Buhmann SUV


Mercedes GLS Quelle: Daimler AG



Verkehrspolitik: Viel Geld und wenig Nutzen.